Humboldt und die Neuentdeckung der Natur

53 Min.
Verfügbar vom 26/04/2019 bis 26/05/2019
Untertitel für Gehörlose
Zu Lebzeiten war Alexander von Humboldt weltberühmt. 2019 wird sein 250. Geburtstag gefeiert. Seine revolutionäre Sicht der Natur als einem großen Ganzen, in dem alles mit allem zusammenhängt, prägt die Ideenwelt der Menschen bis heute. Dieses Verständnis der Natur ist sein Vermächtnis und seine Warnung an uns. Das Dokudrama folgt Humboldts legendärer Expedition durch Südamerika.
Zu seinen Lebzeiten war Alexander von Humboldt neben Napoleon der berühmteste Mann Europas. Hunderte Pflanzenarten tragen heute seinen Namen, auf der ganzen Welt wurden zahllose Straßen, Plätze und Institutionen nach ihm benannt. Humboldt war ein Mensch von ungeheurem Arbeitseifer und unglaublicher Schaffenskraft. Dabei war er selbst nicht unumstritten, wurde von manchen sogar wegen seines Zynismus gefürchtet. So soll etwa sein Redetempo so manchen Gesprächspartner zur Verzweiflung getrieben haben. Wie kein anderer Wissenschaftler hat Alexander von Humboldt das Verständnis der Menschen von der Natur als einem großen Ganzen geprägt, in dem alles mit allem zusammenhängt. Dieses Naturverständnis war damals revolutionär, und es beeinflusste unter anderem den jungen Charles Darwin. Humboldts Entdeckungsreisen mit dem französischen Botaniker Aimé Bonpland und die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind das Fundament, auf dem das heutige Wissen um die Verwundbarkeit der Erde gründet. Doch was trieb Humboldt dazu an, sein Leben aufs Spiel zu setzen, um die Natur neu zu "entdecken"? Zum 250. Geburtstag des Universalgelehrten zeigt das Doku-Drama eine atemberaubende Reise durch Humboldts Epoche. Die Humboldt-Biografin Andrea Wulf folgt seinen Spuren: von Schloss Tegel über die Silberbergwerke Sachsens, den Orinoco, die Vulkane Perus bis nach Washington D.C.

Regie :
Tilman Remme
Land :
Deutschland
Jahr :
2018
Herkunft :
ZDF