Flüsse des LichtsRio Guadiana

52 Min.
Verfügbar vom 21/10/2019 bis 20/11/2019 Letzter Tag
Untertitel für Gehörlose
Die Dokureihe nimmt den Zuschauer mit ins unbekannte Spanien und Portugal zu den fünf größten Flüssen der iberischen Halbinsel, wo Gestern und Heute eine faszinierende Mischung eingehen. In dieser Folge: Der Río Guadiana fließt sowohl ober- als auch unterirdisch, sodass seine exakte Länge schwer zu bestimmen ist.
Der Guadiana kann zweifelsohne als rätselhaft bezeichnet werden; taucht er doch manchmal als See auf, um an anderer Stelle unvermittelt im porösen Kalkuntergrund zu verschwinden. Dass der Guadiana über gewisse Strecken nur unterirdisch fließt, hat zur Folge, dass seine Länge von circa 745 Kilometern selbst im Zeitalter der Satellitenmessungen nur mit „ungefähr“ angegeben werden kann. Der Künstler Fermín García Sevilla malt und erkundet den Guadiana seit seiner Kindheit, seinen Ursprung hat er jedoch bis heute nicht entdeckt. In der Antike spielte die spanische Extremadura eine wichtige Rolle, die Römer gründeten am Guadiana prächtige Städte wie Mérida. Hier restauriert Luisa Díaz römische Mosaiken mit selbst gebrochenen Natursteinen. Das benachbarte Castuera ist eine traditionsreiche Hochburg der Nougatherstellung aus Mandeln vom Guadiana-Ufer. Jenseits der Grenze liegen in Portugal die gigantischen Marmorbrüche von Pardais wie Wunden in der Landschaft. Der edle Kalkstein ist in aller Welt gefragt, doch die Minenarbeiter leiden unter Hitze und Staub. Im Alentejo gibt es kaum Alternativen. Noch immer leidet das Grenzland unter Landflucht und wirtschaftlichem Niedergang. Köchin Isabel Lopes kocht in Monsaraz aus den Rezepten der Armenküche von einst Regionalgerichte. José Nogueira weiß die menschenleeren Korkeichenwälder zu nutzen. Er züchtet schwarze Schweine, die sich freilaufend von wilden Kräutern und Eicheln ernähren.

  • Regie :
    • Michael Gregor
  • Produktion :
    • Doc station
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2018
  • Herkunft :
    • ZDF