Kurzschluss
Schwerpunkt Junge Talente

49 Min.
Verfügbar: vom 11. November 2017 bis zum 19. November 2017
(1) Porträt – Florian Tscharf, Regisseur von "Mayday Relay" und Aktivist. Mit seinen Arbeiten regt Tscharf dazu an, Stellung zu beziehen. Er vermarktet vermeintliches Fukushima-Wasser als Energydrink und schickt das „Thesenpapier Asyl“ der AfD ganz physisch in die nordafrikanische Wüste. (2) Porträt – Antoine Dengler, Absolvent und Nico Hofmann, Professor an der Filmakademie.
(1): Mayday Relay
Kurzfilm von Florian Tscharf, Deutschland 2016, Erstausstrahlung
Als der deutsche Segler Max mit seiner Tochter bei einer Nachtfahrt auf dem Mittelmeer ein „Mayday“ empfängt, wird schnell gehandelt: Er ändert den Kurs der kleinen Yacht und involviert andere Schiffe in die Rettungsaktion. Doch dann kommt heraus, dass auf dem havarierten Boot mehr als hundert Menschen auf ihre Rettung hoffen. Ein intensives Kammerspiel zwischen Vater und Tochter, das unter die Haut geht, ratlos, wütend und traurig macht.
Florian Tscharf studierte von 2008 bis 2011 Mediendesign an der dualen Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg. Im Anschluss arbeitete er für verschiedene Werbeagenturen in München und Hamburg.
Seit 2013 studiert er Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Hier entstand 2015 der Kurzfilm „Mayday Relay“. Der Film wurde 2016 auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis uraufgeführt und für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert. Auf dem Filmschool Fest München wurde „Mayday Relay“ mit dem ARTE-Kurzfilmpreis ausgezeichnet.
(2) : Porträt – Florian Tscharf
Seit 2013 studiert Florian Tscharf (Jahrgang 1987) Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. 2015 entstand hier der Kurzfilm „Mayday Relay“. Auf bemerkenswert neutrale und dadurch umso bedeutungsvollere Weise thematisiert „Mayday Relay“ die Flüchtlingskrise und die schwierigen Entscheidungen, die damit einhergehen. Aktiv getroffene sowie passiv durchdachte. Ganz ohne erhobenen moralischen Zeigefinger spricht der Film jeden Einzelnen an.
Mit seinen Arbeiten regt Florian Tscharf dazu an, Stellung zu beziehen. Er vermarktet vermeintliches Fukushima-Wasser als Energydrink und schickt das „Thesenpapier Asyl“ der AfD ganz physisch in die nordafrikanische Wüste. Tscharf will, dass wir uns „befassen“. Er macht aufmerksam, statt zu bewerten. Damit wir wissen, bevor wir urteilen. Wir treffen ihn und sprechen über die Hintergründe und Ziele seiner Arbeiten sowie über seine Zukunftspläne.
(3): 14,74 oder Das Streben nach Mittelmäßigkeit
Kurzfilm von Antoine Dengler, Deutschland 2016, Erstausstrahlung
Damian ist 14,74 Jahre alt. Das ist das durchschnittliche Alter, in dem ein Junge zum ersten Mal küsst - normalerweise. Aber Damian ist nicht normal. Er hat einen schweren Herzfehler und weiß nicht, ob er das 15. Lebensjahr noch vollendet. Umso mehr wünscht er sich, wenigstens in Sachen Küssen einmal der Durchschnitt zu sein und schließt mit seinem Zimmernachbarn im Krankenhaus Michael eine Wette ab: Wenn er es schafft, noch am gleichen Tag geküsst zu werden, kriegt er das Herz seines krebskranken Freundes. Andernfalls kriegt der sein Knochenmark. Damian macht sich auf den Weg und trifft prompt Rosalie, die ihn sympathisch findet. Aber als Damian sein Vorhaben erläutert, ist erstmal der Ofen aus. Welches Mädchen möchte schon wegen einer Wette geküsst werden. Um trotzdem zu gewinnen, muss Michael sich etwas einfallen lassen …
Antoine Dengler wurde 1987 in Köln geboren. Von 2010 bis 2017 studierte er Szenische Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Weitere Filme von ihm sind „Fliegende Hechte“ (2012), „GeschwisterDiebe“ (2013) und „Mein ist die Rache“ (2017).
(4): Porträt – Antoine Dengler und Nico Hofmann
Antoine Dengler ist Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg und Regisseur der ARTE-Koproduktion „14,74 oder Das Streben nach Mittelmäßigkeit“. Das Projekt entstand unter der Leitung eines der namhaftesten Produzenten des Landes: Nico Hofmann.
Wir sprechen mit Antoine Dengler und seinem ehemaligen Professor Nico Hofmann über die Entstehung des Films, über die Zusammenarbeit von Studenten und Professoren, über die Anforderungen, die eine Filmschule an ihre Schüler stellt und umgekehrt, sowie über das „Normalsein“ in der Filmbranche.

Besetzung und Stab

Produzent/-in :

Kontrastfilm

Land :

Deutschland

Jahr :

2017