Kurzschluss - Das Magazin

53 Min.
Verfügbar: vom 4. November 2017 bis zum 2. Februar 2018
(1) "Kurzschluss" bekommt eine neue Stimme! Und die verleiht dem Magazin keine Geringere als Schauspielerin Sandra Hüller. Gespräch. (2) Mit ihrem atmosphärischen Kurzfilm "Washingtonia" wird die griechische Jungregisseurin Konstantina Kotzamani 2014 für den Goldenen Bären nominiert. Kotzamanis Farbgestaltung schafft außergewöhnliche Bildwelten. Analyse.
(1): Nicht auf den Mund
Kurzfilm von Kathrin Feistl, Deutschland 1999, 12 Minuten
Schon als sich Daisy und Tom das erste Mal begegnen, ist er von ihr schockiert, obwohl sie ihm eigentlich gefällt. Immer öfter sucht Daisy Toms Nähe und erzählt ihm atemlos von ihren erotischen Abenteuern. Aber Tom reagiert abwehrend und vertraut seine Verwirrung und seine Gefühle nur seinem Videotagebuch an. Erst als er Daisy fast verloren hat, erkennt er, dass ihre Geschichten wie Geschenke gewesen sind.
Kathrin bzw. Katinka Feistl, geboren 1972 in Aachen, ging nach dem Abitur nach Dublin, wo sie an Filmkursen des Irish Film Institute teilnahm. Danach nahm sie ein Studium der Anglistik und Germanistik in Aachen auf, wechselte 1996 jedoch an die Deutsche Film- und Fernsehakademie in Berlin (dffb). Bereits für ihren ersten Kurzfilm "Nicht auf den Mund" gewann sie mehrere Preise, so die Auszeichnung für den besten deutschen Kurzfilm beim Filmfest Ludwigsburg. Mit dem FFA Short Tiger Award wurde "Wilde Ehe" (2001) prämiert. Auch ihr erster langer Spielfilm "Bin ich sexy?" (2004), die Geschichte einer pummeligen 15-Jährigen, die unbedingt Model werden will, brachte ihr große Anerkennung. Ihren neuesten Kurzfilm „Eigenwillige Miss M.“ hat sie selbst geschrieben und produziert.(2) : Porträt – Die neue Kurzschluss-Stimme: Sandra Hüller!Kurzschluss bekommt eine neue Stimme! Und die verleiht dem Magazin keine Geringere als Sandra Hüller. Schon lange vor „Toni Erdmann“ galt sie als eine der talentiertesten deutschen Schauspielerinnen, mittlerweile wurde sie als beste europäische Schauspielerin geehrt. Als Botschafterin des Kurzfilmtages unterstrich sie bereits ihre Affinität zur kurzen Form; nun tut sie es wöchentlich: Als neue Stimme des Kurzschluss-Magazins!
Wir sprechen mit Sandra Hüller in ihrer Wahlheimatstadt Leipzig, über die Schauspielerei, das Leben und... natürlich den Kurzfilm! Dazu zeigen wir Hüllers Debüt vor der Kamera, den Kurzfilm „Nicht auf den Mund“ unter der Regie von Kathrin Feistl.
(3): Washingtonia
Kurzfilm von Konstantina Kotzamani, Griechenland 2013, 24 Minuten
„Washingtonia“ ist ein alternativer Name für Athen. Die Washingtonia robusta zählt zu den elegantesten Palmenarten weltweit. Deshalb wird sie 2004 für die Olympischen Spiele nach Griechenland importiert, wo zudem die Mehrzahl der heimischen Palmenarten dem Roten Käfer, der die Herzen der Palmen frisst, zum Opfer gefallen ist. Die Herzen der Washingtonia schmecken dem Schädling jedoch nicht, weil sie so schmal sind. Die größten Herzen der Welt haben die Giraffen. Ihr Schlag bestimmt die Welt. Mitten im Sommer, wenn die Hitze am größten ist, hören die anderen Tiere den Schlag des Giraffenherzens nicht mehr, und Verwirrung macht sich breit. Sie suchen nach dem Schlag; das ist der Moment, in dem merkwürdige Dinge geschehen …
Konstantina Kotzamani wurde 1983 in Komotini, Griechenland, geboren. Sie studierte zunächst Pharmazie an der Universität von Thessaloniki und wechselte dann in die Filmklasse der Kunsthochschule. Als Regisseurin nahm sie bei den Berlinale Talents und am Sarajevo Talent Campus teil. Ihre Kurzfilme wurden auf internationalen Festivals ausgezeichnet.
(4): Unter der Lupe – Farbe im Film: Washingtonia
Mit ihrem atmosphärischen Kurzfilm „Washingtonia“ wird die griechische Jungregisseurin Konstantina Kotzamani 2014 für den Goldenen Bären nominiert. Durch ihre intuitive Narration gewährt Kotzamani in poetischen, farbgewaltigen Bildern einen exotischen Blick auf den Großstadtdschungel Athen, auf dessen Menschen, auf deren Begehren und Sehnsüchte und damit auf das Herz der Stadt. Kotzamanis Farbgestaltung schafft außergewöhnliche Bildwelten. Wir sprechen mit Susanne Marschall, Professorin für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und Expertin für „Farbe im Kino“, über die Besonderheiten in der Farbgestaltung von „Washingtonia“.

Besetzung und Stab

Produzent/-in :

Kontrastfilm

Land :

Deutschland

Jahr :

2017