Kino - Kurzfilme - 54 Min.

Sendetermine und Verfügbarkeit

Sendetermine: Sonntag, 17. September um 00.30 Uhr

Livestream: ja

Online vom 16. September bis zum 15. Dezember 2017

(1) Die UFA wurde nach der Machtübernahme der Nazis zum Propaganda-Apparat umfunktioniert. "Kurzschluss" über das filmische Erbe der NS-Zeit. (2) "Kurzschluss" spricht mit Anne Siegmayer, Nina Goslar und dem französischen Filmhistoriker Prof. Christophe Gauthier über den UFA-Musikfilm. (3) Historiker Christophe Gauthier erläutert die Rolle der UFA für die Filmwelt in Frankreich.

(1): Du und die drei Werbefilm von Carl Schumann, Deutschland 1942 Ein Waschtag wird vorbereitet und drei Herolde tauchen auf, um die Hausfrau zu belehren, dass die Wäsche in Weiß-, Bunt- und Feinwäsche sortiert werden muss. Dafür soll man verschiedene Waschmittel benutzen. Nur so kann schonend gewaschen werden, denn Wäsche ist Volksgut! (2): Kurz-Info – Die Werbefilme der NS-Zeit Die UFA wurde nach der Machtübernahme der Nazis zum Propaganda-Apparat umfunktioniert. "Kurzschluss - Das Magazin" spricht mit Anne Siegmayer von der Murnau-Stiftung und Filmredakteurin Nina Goslar vom ZDF über das filmische Erbe der NS-Zeit. Der Versuch der Infiltrierung der Gedanken der Zuschauer fand damals nicht nur in Spielfilmen, sondern auch in Dokumentar- und Industriefilmen statt. Besonders plakativ kann man dies an den von der UFA zwischen 1933 und 1945 produzierten Werbefilmen erkennen, die sowohl Produkte als auch das nationalsozialistische Weltbild bewerben. (3): Und Nelson spielt … Kurzfilm von Hans Conradi, Deutschland 1929 Illustration der bekanntesten Rudolf-Nelson-Schlager. Es gibt keine durchgehende Handlung, sondern der Film versucht eher durch kleine, witzige Impressionen die Musik zu illustrieren. Durch Überblendungstrick beispielsweise laufen die filmisch verkleinerten Musiker der Weintraub Syncopators mit ihren Instrumenten über Nelsons Flügel. Plötzlich spielt Nelson zu einer Varieté-Szene mit Sänger und Tänzerin ("Jajaja wer kommt denn da?", "Pretty little baby, I'm in love with you"), eine Zigeunerkapelle spielt. Alltagsszenen illustrieren, dass die Musik notwendig zum Leben dazugehört. (4): Zoom – Die UFA-Musikfilme Eines der bekanntesten Genres des UFA-Erbes ist der Musikfilm. Unmittelbar nach der Erfindung des Tonfilms produzierte das Unternehmen Musikfilme, die sich der neuen Technik auf kreative Weise bedienten und damit die UFA zu einem würdigen Konkurrenten in der internationalen Filmszene machten. Mit Evergreens wie „Ein Freund, ein guter Freund“ hat die UFA-Musikkultur bis heute überlebt. Nicht nur in Deutschland, sondern auch international – zum Beispiel in Frankreich. Dort wurden die populären UFA-Filme mit französischen Darstellern und in französischer Sprache als sogenannte „Versionenfilme“ neu inszeniert. "Kurzschluss - Das Magazin" spricht mit Anne Siegmayer, Nina Goslar und dem französischen Filmhistoriker Prof. Christophe Gauthier über den internationalen Erfolg der UFA-Musikfilme. (5): Mannesmann Industriefilm von Walther Ruttmann, Deutschland 1935 1935 beschloss der Vorstand der Mannesmannröhren-Werke AG, einen "Werbe-Tonfilm" produzieren zu lassen. Er sollte mit der gewohnten Technik des Industriefilms brechen und ein sowohl fachliches wie künstlerisches Abbild des Konzerns sein. Mannesmann stellte die für damalige Verhältnisse enorme Summe von 150.000 Reichsmark der Universum-Film AG (UFA) zur Verfügung, die daraufhin Spitzenkräfte der zeitgenössischen Filmkunst engagierte: Die Regie übernahm der renommierte Regisseur Walther Ruttmann, der auch das Drehbuch schrieb. Die Filmmusik komponierte Wolfgang Zeller, sie wurde vom 40-köpfigen UFA-Orchester eingespielt. Trickeinblendungen erklären komplizierte technische Verfahren in einer bis heute mustergültigen Art. Dabei geht der Film über die sachliche Dokumentation weit hinaus. Eindrucksvolle Bilder, zum Teil verblüffende Schnitte, Originalgeräusche und die symphonische Musik verbinden sich zu einem filmischen Kunstwerk, das nicht nur die Zeitgenossen beeindruckte. Der Film wurde auch international gezeigt, bis 1938 sind Aufführungen in 18 Ländern – in Europa, Amerika, Afrika und Asien – nachgewiesen. Eine gekürzte Fassung wurde 1937 auf der Biennale in Venedig als bester "Kulturfilm" ausgezeichnet. Auf der Weltausstellung in Paris gewann "Mannesmann" den Grand Prix. (6): Ein anderer Blick – Die UFA in Frankreich Christophe Gauthier ist Archivar, Historiker und Professor für Buchgeschichte und zeitgenössische Medien (des 19. bis 21. Jahrhunderts) an der Ecole nationale des chartes der PSL Research University Paris. Er beschäftigt sich mit der französischen Filmgeschichte, Filmkritik und der Erarbeitung des Filmerbes. Für "Kurzschluss - Das Magazin" erläutert Gauthier die Rolle der UFA für die Filmwelt in Frankreich. (7): Melodie der Wellen Werbefilm von Hans Fischerkoesen, Deutschland 1931 Bei „Melodie der Wellen“ handelt es sich um einen animierten Werbeclip für Telefunken-Radioröhren.

Besetzung und Stab
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2017
  • Herkunft:ZDF
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