Kurzschluss
Schwerpunkt Kuba

45 Min.
Verfügbar: vom 14. Oktober 2017 bis zum 12. Januar 2018
In dieser Woche: Wie ist es heute, in Kuba Filme zu machen? "Kurzschluss" trifft den Filmnachwuchs an der internationalen Filmschule EICTV inmitten von Orangenplantagen des Dorfes San Antonio de Los Baños und spricht in Havanna mit etablierten Filmemachern wie dem international bekannten Regisseur Fernando Perez.
(1): Nubia
Kurzfilm von Marina Zolke, Kuba 2015, Erstausstrahlung Dani, ein junger Kubaner, lebt mit seiner Großmutter Yuya in Havanna. Als seine Freundin schwanger wird, fordert ihre Familie, dass sie das gemeinsame Kind abtreibt, weil Dani schwarz ist. Marina Zolke, Jahrgang 1989, studierte von 2010 bis 2017 an der Kunsthochschule für Medien in Köln (KHM).
(2): Zoom – Der junge kubanische Film
Es sind Zeiten des politischen Wandels in Kuba. Fidel Castro ist seit nunmehr knapp einem Jahr tot, die Annäherung an die USA ist seit Trumps Wahl ins Stocken geraten, und die kubanische Revolution befindet sich bereits in ihrem 58. Jahr. Wie ist es, in einem solchen Land Filme zu machen? "Kurzschluss - Das Magazin" trifft den Filmnachwuchs an der internationalen Filmschule EICTV inmitten von Orangenplantagen des Dorfes San Antonio de Los Baños und spricht in Havanna mit etablierten Filmemachern wie dem international bekannten Regisseur Fernando Perez, um zu erfahren: Wie finanziert man Kurz- und Langfilme auf der Insel? Welche filmischen Formen finden die Filmemacher dort, um ihre Geschichten zu erzählen? Und wohin wird sich ihrer Meinung nach die kubanische Filmlandschaft in Zukunft entwickeln?
(3): Das blaue Auto
Kurzfilm von Valerie Heine, Deutschland/Kuba 2014
Nach dem Tod seiner Großmutter kehrt Hansel aus San Francisco zurück nach Kuba, um sich um seinen behinderten Bruder Marcos zu kümmern. Die beiden sind sich fremd geworden. Marcos vermisst seine Großmutter und will ihren Tod nicht akzeptieren. Sie war die Einzige, zu der er großes Zutrauen hatte, die sich liebevoll und geduldig um ihn kümmerte, ihn vieles lehrte – über die Welt, die Zeit, über Menschen und Tiere. In Hansel sieht Marcos vorerst nur einen Eindringling in seine Welt. Er verbringt die meiste Zeit auf dem Balkon, sucht die Straße mit Blicken ab und spielt nun alleine ein Spiel, das er früher immer zusammen mit seiner Großmutter gespielt hat: warten auf ein orangefarbenes Auto. Ein wenig hilflos versucht Hansel, sich seinem Bruder anzunähern. Er spielt das Spiel mit, auf seine Art – in der Hoffnung, das Vertrauen seines Bruders wiederzugewinnen. Valerie Heine wurde 1985 in Berlin geboren. Sie studierte dort zunächst Philosophie und Kunstgeschichte an der Freien Universität. 2006 belegte sie einen Schauspielkurs am Actors Center in San Francisco, im Anschluss besuchte sie dort das City College. 2008 erhielt sie ein Stipendium des Berkeley Film Institute. Ab 2009 studierte sie an der Kunsthochschule für Medien in Köln (KHM). „Das blaue Auto“ entstand im Rahmen des Austauschprogramms der KHM mit der kubanischen Filmschule EICTV. Derzeit arbeitet Valerie am Drehbuch ihres ersten langen Spielfilms.

Besetzung und Stab

Land :

Deutschland

Jahr :

2017

Herkunft :

WDR