Kino - Kurzfilme - 53 Min.

Sendetermine und Verfügbarkeit

Sendetermine: Sonntag, 10. September um 02.00 Uhr

Livestream: ja

Online verfügbar: nein

Schwerpunkt "Oscarprämierte Filme" mit zwei den zwei Kurzfilmen "Sing" von Regisseur Kristof Deak (Oscar für den besten fiktionalen Kurzfilm 2017) und "Ayny - Mein zweites Auge" von Ahmad Saleh (Studentenoscar in Gold, Bester ausländischer Animationsfilm 2016) sowie Porträts der beiden Regisseure.

(1): Sing Kurzfilm von Kristof Deak, Ungarn 2016, Erstausstrahlung Die 10-jährige Zsofi kommt im Jahr 1990 neu an eine Schule in Budapest und hat dort Schwierigkeiten, Anschluss zu finden. Nur der Umstand, dass das Institut für seinen ausgezeichneten Chor berühmt ist, spendet ihr Trost, denn sie singt ausgesprochen gern. In ihrer Klassenkameradin Liza findet Zsofi schließlich sogar eine Freundin. Langsam muss sie allerdings erkennen, dass die Chorleiterin Fräulein Erika vielleicht doch nicht die Inspiration ist, für die alle sie halten. Soll sie sich still verhalten? Oder hat sie den Mut, sich gegen ihre Lehrerin zu wenden und gegen Ungerechtigkeit und Korruption vorzugehen? Regisseur Kristof Deak studierte in Budapest und war zunächst in der Produktion und im Schnitt tätig. Im Anschluss schloss er ein Regiestudium an der University of Westminster Film School in London ab. Er hörte die seltsame Geschichte eines Kinderchors, bei dem es nicht mit rechten Dingen zugeht, von einer studentischen Mitbewohnerin aus Schweden. "Sing" beruht also auf einer wahren Begebenheit, auch wenn der Film mit einem abweichenden Ende aufwartet. Der ungarische Originaltitel des Films lautet "Mindenki", was auf Deutsch "Zusammen" heißen würde. Er wurde unter anderem 2016 beim Short Shorts Film Festival & Asia in Tokio und auf dem Chicago International Children's Film Festival ausgezeichnet. 2017 gewann Kristof Deak mit ihm zudem den Oscar für den besten Live Action Kurzfilm. (2): Begegnung – Kristof Deak Mit seinem Kurzdrama „Sing“ ist dem 35-jährigen Regietalent Kristof Deak eine beeindruckende Parabel über das Aufbegehren gegen Ungerechtigkeit und korrupte Autorität gelungen. Wir besuchen ihn in seiner Heimatstadt Budapest und sprechen mit ihm über die Entstehung seines Films – Deaks vierte Kurzfilm-Regie. Daneben hat er einige Musik- und Werbevideos gedreht und hauptsächlich als Cutter gearbeitet. Wie erklärt er sich den großen Erfolg von „Sing“, und wie hat sich sein Leben seit der Oscar-Verleihung verändert? 1981 gewann der ebenfalls in Budapest geborene Istvan Szabo als erster Regisseur aus Ungarn den Oscar für seinen Film „Mephisto“. Nun, 26 Jahre später, setzt Kristof Deak gemeinsam mit der Regisseurin Ildiko Enyedi (Gewinnerin des Goldenen Bären für „On Body and Soul“ auf der diesjährigen Berlinale) ein starkes Signal für einen neuen Erfolgskurs im ungarischen Film. (3): Ayny – Mein zweites Auge Animationsfilm von Ahmad Saleh, Deutschland 2016, Erstausstrahlung Zwei Brüder haben ihre Heimat durch den Krieg verloren und müssen nun, zusammen mit ihrer Mutter, woanders ein Zuhause finden. Sie wissen, dass ihnen nichts passieren kann, solange sie einander haben – und ihre Liebe zur Musik. Bald entdecken sie ein Musikinstrument, eine Oud, deren Schönheit sie sofort verzaubert. Sie wollen sie kaufen, müssen aber zunächst irgendwie an das nötige Geld kommen. Beim Sammeln von Altmetall kommt es zu einer verhängnisvollen Begebenheit. Ahmad Saleh, der 1980 in Saudi-Arabien geboren wurde, ist ein in Deutschland lebender Autor und Regisseur. Nach einem Ingenieurstudium begann er Kurzgeschichten zu schreiben und sich für künstlerisches Arbeiten zu interessieren. 2007 nahm er ein Studium im Fach Digitale Medien in Bremen auf, das er 2011 abschloss. Nach zweijähriger Arbeit als Art Director begann er im Winter 2013 sein Postgraduiertenstudium an der KHM in Köln mit Schwerpunkt Animation, das er 2016 mit „Ayny – Mein zweites Auge" erfolgreich abgeschlossen hat. Der Film gewann im gleichen Jahr den Studenten-Oscar in Gold. (4): Begegnung – Ahmad Saleh Ahmad Saleh ist Filmemacher mit palästinensischem Hintergrund. Seine kurzen Animationsfilme sind feine Allegorien auf den nahöstlichen Konflikt. Saleh erzählt von Menschen und ihren individuellen Schicksalen, dennoch sind seine Geschichten universell. Mit „Ayny – Mein zweites Auge“ ist ihm ein emotionaler Animationsfilm gelungen, der auf autobiografischen Erlebnissen beruht. Der Kurzfilm wurde neben vielen internationalen Auszeichnungen zuletzt mit dem Studenten-Oscar in Gold in Los Angeles prämiert. "Kurzschluss - Das Magazin" hat Ahmad Saleh an der Kunsthochschule für Medien in Köln getroffen, wo er mit „Ayny – Mein zweites Auge“ sein Diplom gemacht hat.

Besetzung und Stab
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2017
  • Herkunft:WDR
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