28 Minuten
Der Club (26.01.2018)

44 Min.
Verfügbar vom 26/01/2018 bis 26/01/2019
Live verfügbar: ja

Jeden Freitag treffen wir uns zu einer Gesprächsrunde mit Intellektuellen über aktuelle Themen der Woche. Heute Abend sind die Kolumnistin bei The Sunday Telegraph Anne-Élisabeth Moutet, der Schriftsteller und Journalist bei France Culture Aurélien Bellanger, der Historiker Pascal Blanchard und der Karikaturist Thibaut Soulcié bei uns im Studio zu Gast.

Ein Rückblick auf die beiden wichtigsten Ereignisse der Woche:

Von Versailles bis Davos: Wachstum für alle? Anlässlich des Attraktivitätsgipfels in Versailles und des Forums in Davos betonte Emmanuel Macron, dass Frankreich im Jahr 2018 mit einem stabilen Wirtschaftswachstum auf der internationalen Bühne zurück sei. Die Zahlen belegen den Aufschwung. Bleibt die Frage, ob der Wirtschaftsaufschwung allen Franzosen zugute kommen wird. Für einen Teil der Bevölkerung, die von der von Emmanuel Macron gerühmten „Start-up Nation“ weit entfernt ist, bleibt die Zukunft nach wie vor ungewiss. Diese Woche kündigte die Einzelhandelskette Carrefour beispielsweise die Streichung von 2400 Arbeitsplätzen an. Wird der Wirtschaftsaufschwung die Ungleichheiten in Frankreich verstärken?

Irak: Welches Recht für französische IS-Kämpfer? Nach dem Fall der IS-Terrororganisation muss sich Frankreich mit der schwierigen Frage beschäftigen, wie die französischen IS-Kämpfer und Rückkehrer aus dem Irak zu verurteilen sind. Im Irak warten drei Französinnen auf ihren Prozess, bei dem ihnen die Todesstrafe droht. Gegen eine deutsche Staatsangehörige wurde wegen ihrer IS-Mitgliedschaft bereits die Todesstrafe verhängt. Die Zurückhaltung der Behörden und die Abwesenheit offizieller Reaktionen angesichts der Todesstrafe werfen die Frage auf, inwiefern die Staaten ihre Staatsbürger überhaupt selbst verurteilen wollen. Soll Frankreich die französischen IS-Kämpfer zurückholen oder dem Irak die Verurteilung überlassen?

Im Duell der Woche werden Yann Moix und Emmanuel Macron gegeneinander antreten. Der Journalist und Schriftsteller Yann Moix kritisiert die Flüchtlingspolitik des französischen Präsidenten. In einem Artikel in der Tageszeitung Libération wirft er dem Staat eine Entmenschlichung im Umgang mit den jungen Migranten vor. Er meint, Emmanuel Macron habe es zugelassen, dass in Calais ein "Protokoll des Fehlverhaltens" mit Gewalt und Entgleisungen durch die Polizeibrigaden eingerichtet wurde.

Nadia Daam wird über den Hashtag #OuiOuiGate berichten, mit dem ein verzweifelter Lehrer seinem Ärger auf Facebook Luft machte. In einem langen Text bedauert er das mangelhafte Interesse seiner Schüler der 7. Klasse und veröffentlicht einen Test, mit dem er sich an seiner Klasse rächen wollte: Es handelt sich um einen Test über die kindliche Comic-Figur OuiOui.

Claude Askolovitch wird uns diese Woche die Geschichte von Rosie the Riveter erzählen, der Ikone des Feminismus, die durch eine Zeichnung aus dem Jahr 1943 berühmt wurde und mehrere Generationen beeinflusste. Auf dem Plakat erklärt eine junge Frau mit blauer Arbeiteruniform, einem roten Kopftuch mit weißen Punkten und geballter Faust "We Can Do It!". Die amerikanische Arbeiterin, von der die Zeichnung inspiriert war, Naomi Parker, ist diese Woche im Alter von 96 Jahren gestorben.

Die internationale Schlagzeile der Woche stammt aus der israelischen Tageszeitung Haaretz mit einem Titel über die Verlegung der amerikanischen Botschaft von Tel-Aviv nach Jerusalem. Der Vizepräsident der USA Mike Pence hat bestätigt, dass der Umzug bis Ende 2019 geplant sei.

Anschließend wählen die Gäste unserer Gesprächsrunde die Fotos der Woche aus.

Zum Abschluss beschäftigt sich Aurore Vincenti in ihrer Rubrik "Auf sprachlichen Abwegen" mit sexistischen Redewendungen der französischen Sprache und ihrer Herkunft. Diese Woche erklärt sie uns, warum der Ausdruck "se faire violer" (dt.: vergewaltigt werden) zwiespältig ist.


Moderation :

Elisabeth Quin

Land :

Frankreich

Jahr :

2018

Herkunft :

ARTE F
Bonus und Ausschnitt

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