28 Minuten
Der Club (12.01.2018)

43 Min.
Verfügbar von 12/01/2018 bis 12/01/2019
Live verfügbar: ja

Jeden Freitag treffen wir uns zu einer Gesprächsrunde mit Intellektuellen über aktuelle Themen der Woche. Heute Abend sind die Kolumnistin bei The Sunday Telegraph Anne-Élisabeth Moutet, der Korrespondent der Tageszeitung Libération in Brüssel Jean Quatremer, zum ersten Mal der Regisseur Romain Goupil und der Karikaturist Thibaut Soulcié bei uns im Studio zu Gast.

Ein Rückblick auf die beiden wichtigsten Ereignisse der Woche:

China: Hat Macron die Menschenrechte geopfert? Emmanuel Macron will die Beziehungen zu China, das auf diplomatischer Ebene ein wichtiger Verbündeter ist, auf eine neue Grundlage stellen. Von seinem Staatsbesuch bringt der französische Staatspräsident neue Handelspartnerschaften mit Peking mit. Angesichts des chinesischen Expansionismus und der unumstrittenen Autorität von Xi Jinping als politischer Führer ist Macron bei der Frage der Menschenrechte jedoch sehr zurückhaltend geblieben. 

 

Frauen gegen Frauen: Geht "Metoo" zu weit? Nach der Solidaritätswelle, die dazu führte, dass Frauen heute frei über ihre Erlebnisse mit Belästigungen sprechen, erlebt die Debatte über sexuelle Belästigung nach der Weinstein-Affäre eine neue Wende. Etwa hundert Frauen haben einen Aufruf in der Tageszeitung Le Monde veröffentlicht, um für Männer die "Freiheit zu belästigen" zu fordern. Dieser von mehreren bekannten Persönlichkeiten formulierte offene Brief, darunter Catherine Millet und Catherine Deneuve, löste einen Sturm der Entrüstung aus und wurde von feministischen Aktivistinnen prompt scharf verurteilt.

 

Im Duell der Woche werden Donald Trump und Steve Bannon gegeneinander antreten. Der amerikanische Staatspräsident hat sich von seinem engsten Mitarbeiter Steve Bannon getrennt, nachdem bekannt wurde, dass dieser Trump in dem Buch Fire and Fury aufs Schärfste kritisiert hatte. Erst verlor Steve Bannon sein Büro im Weißen Haus und nun musste er auch seinen Posten als Leiter der Pro-Trump-Webseite Breitbarts News räumen.

 

Nadia Daam wird über den Hashtag #FakeNews berichten, der diese Woche für verschiedene Themen benutzt wurde: das Gesetzesvorhaben von Emmanuel Macron gegen Falschinformationen im Internet, der Trend der Franzosen, an Verschwörungstheorien zu glauben, und die Zeremonie der von Donald Trump angekündigten Fake news awards zur Auszeichnung der "unehrlichsten" Medien ...

 

Claude Askolovitch wird uns diese Woche die Geschichte von Yair Netanjahu erzählen, dem Sohn des israelischen Premierministers, nach der Ausstrahlung eines peinlichen alten Videos im Fernsehen. In dem Video ist der junge Mann in angtrunkenem Zustand vor einem Strip-Club zu sehen. Im Laufe des Gesprächs plaudert er über korruptive Handlungen zwischen seinem Vater, Benjamin Netanjahu, und einem Milliardär.

 

Die internationale Schlagzeile der Woche stammt aus der amerikanischen Boulevardzeitung Daily News mit dem Titel: "Yes she can" über einem Foto, das Donald Trump und Oprah Winfrey gegenüberstellt. Nach den zahlreichen positiven Reaktionen auf die Rede bei den Golden Globes haben viele mit der Idee gespielt, dass die TV-Talkerin als Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen 2020 antreten könnte.

 

Anschließend wählen die Gäste unserer Gesprächsrunde die Fotos der Woche aus.

 

Zum Abschluss beschäftigt sich Aurore Vincenti in ihrer Rubrik "Auf sprachlichen Abwegen" mit sexistischen Redewendungen der französischen Sprache und ihrer Herkunft. Diese Woche erklärt sie uns die Herkunft des Begriffs "école maternelle" (dt.: Vorschule).


Moderation :

Elisabeth Quin

Land :

Frankreich

Jahr :

2018

Herkunft :

ARTE F
  • Bonus und Ausschnitt

28 Minuten

5 min

28 Minuten

5 min

28 Minuten

4 min

28 Minuten

2 min