28 Minuten
Sondersendung mit Kamel Daoud (04.10.2017)

44 Min.
Verfügbar: 04/10/2017 bis zum 04/10/2018
Kamel Daoud ist ein algerischer Journalist, Kolumnist und Schriftsteller. Der Gegner des algerischen Staatspräsidenten Abdelaziz Bouteflika und Verfasser einer Tribüne über die sexuellen Übergriffe in Köln, die für viel Polemik gesorgt hatte, spricht von sexuellem Elend in der arabisch-muslimischen Welt.
Das Schreiben ist für ihn ein Weg, „eine Bestandsaufnahme der Welt und ihrer Objekte“ zu machen. Sein neuester Roman mit dem Titel Zabor ou Les psaumes bewegt sich zwischen Fiktion und Autobiographie. Der gleichnamige Charakter Zabor hat die Gabe, durch das Schreiben von Geschichten den Tod hinauszuzögern. Sandrine Le Calvez stellt uns Kamel Daoud im Porträt vor.
Unser zweiter Studiogast ist die Vorsitzende und Gründerin des Vereins „Imad Ibn Ziaten für Jugend und Frieden“ Latifa Ibn Ziaten. Frau Ibn Ziaten ist die Mutter des Soldaten Imad Ibn Ziaten, der am 11. März 2012 in Toulouse als erster von Mohammed Merah getötet wurde. Olivier Peyon und Cyril Brody haben ihr einen Dokumentarfilm mit dem Titel Latifa, le cœur au combat gewidmet, der ab heute im Kino zu sehen ist.
Marc-Antoine de Poret lädt uns zu einem Drohnenflug über Oran ein. Die algerische Stadt mit dem Spitznamen „die Strahlende“ ist die Heimat unseres Gastes der internationalen Sondersendung.
Dann werden die freie venezolanische Journalistin Saraï Suarez und die Paris-Korrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Michaela Wiegel zu unserer Gesprächsrunde kommen, um die aktuellen Ereignisse zu kommentieren.
Emmanuel Macron wurde seit der Präsentation des Haushaltsgesetzes für 2018 vorgeworfen, ein Präsident der Reichen zu sein, und versucht nun, sein soziales Image wiederherzustellen. Gleichzeitig bestätigt die Reform der Kapitalsteuer die liberale Wirtschaftspolitik der französischen Regierung. Verteilt Emmanuel Macron nur an Reiche?
Am vergangenen Sonntag wurde in Katalonien ein Referendum über die Unabhängigkeit durchgeführt, das von der Regierung in Madrid jedoch als illegal bezeichnet wurde. Die spanische Regierung stellte Polizisten vor den Wahllokalen auf, was zu zahlreichen Szenen der Gewalt führte. Obwohl die große Mehrheit mit 90 Prozent der Stimmen für die Unabhängigkeit gestimmt hat, bleibt die Lage in Barcelona angespannt. Die Europäische Union befürchtet die Auswirkung der katalanischen Abstimmung auf andere nach Unabhängigkeit strebende Regionen. Kann Europa die Lage in Spanien einfach ignorieren?
In ihrer Rubrik „TV der Anderen“ wird Nadia Daam über den russischen Fernsehsender Russia Today berichten, der demnächst auch in Frankreich empfangen werden kann. Der als Sprachrohr der russischen Regierung bekannte Sender wird bis Ende des Jahres in Frankreich auf Sendung gehen.
Und zum Abschluss sind auch unsere beiden Kolumnisten wieder dabei: Xavier Mauduit mit seinem geschichtlichen Beitrag und der scharfe Blick von François Saltiel.

Besetzung und Stab

Moderation :

Elisabeth Quin

Land :

Frankreich

Jahr :

2017

Bonus und Ausschnitt

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