Fetisch Karl Marx

52 Min.
Verfügbar von 27/04/2018 bis 31/07/2018
Live verfügbar: ja
Untertitel für Gehörlose
Können wir heute mit Hilfe von Karl Marx unsere komplexe und komplizierte Welt erkennen? Und gar verändern? Die Entmystifizierung eines Denkmals zu seinem 200. Geburtstag am 5. Mai 2018.
Marx hat den Marxismus überlebt. Den Antimarxismus auch. Und noch immer ist er der meistzitierte Ökonom der Welt. Können wir mit Hilfe von Karl Marx unsere komplexe Welt erkennen, gar verändern? Oder ist der aktuelle Marx-Hype ein Placebo in unsicherer Zeit? Die Entmystifizierung eines Denkmals zu seinem 200. Geburtstag am 5. Mai 2018. 2018. Karl Marx kehrt noch einmal auf die Erde zurück. Er taucht in London auf, Brüssel, Berlin und Trier. Es ist die lebendige Projektion unserer Sehnsucht nach einem Retter. Die Welt, in der er sich bewegt, befindet sich im Umbruch. Im Film lösen sich Fabrikanlagen, Wohnhäuser und Straßenkreuzungen in digitale „Point Clouds“, weiße Punkte auf schwarzem Hintergrund, auf. 30 Experten entwerfen in einem „War-Room“ ein Krisenszenarium für das Jahr 2026. Eine Wirtschafts- und Finanzkrise, der nicht nur rasante Verarmung in den Industrieländern und eine Wirtschaftsmigration in riesigem Ausmaß folgt, sondern auch das Zusammenbrechen staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen. Der Marx-Think-Tank diskutiert über Relevanz oder Nicht-Relevanz von Karl Marx in unserer Zeit. Die Experten sind unter anderem: Ulrike Herrmann, Wirtschaftsjournalistin und Autorin von „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“; Gareth Stedman Jones, Historiker und Marx-Spezialist aus Cambridge; Andres Veiel, Regisseur und Initiator des „War-Rooms“ und begeisterter Leser des „Manifests“. Am Ende von „Fetisch Karl Marx“ liegt ein Götzenbild am Boden. Der Kapitalismus ist nicht zu bändigen. Die Rettung liegt nicht in Marx – die Rettung liegt allein in dieser Erkenntnis.

Regie :

Torsten Striegnitz
Simone Dobmeier

Land :

Deutschland

Jahr :

2017

Herkunft :

ZDF