Sendetermine und Verfügbarkeit

Livestream: ja

Online vom 29. März bis zum 25. September 2017

Die südafrikanische Choreographin Robyn Orlin lässt mit dem Männerchor „Phuphuma Love Minus“ den unter der Apartheid geborenen Gesang- und Tanzstil Isicathamiya wieder aufleben. Die zehn Mitglieder des Chors sind piekfein in Anzug und Schlips. Ihr mitreißendes a-capella-Repertoire bringt Jazz, Soul und traditionellen südafrikanischen Volksgesang zusammen.

Isicathamiya ist ein Zulu-Begriff und bedeutet übersetzt so viel wie „auf Zehenspitzen“ oder „beim Anschleichen“. Tatsächlich bewegen sich die Sänger bei ihrem sehr koordinierten Tanz meist lautlos und auf den Fußspitzen.

Die Anfänge des Isacathamiya reichen bis zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zurück. Damals verließen zahlreiche Männer ihre Homelands, um in den Städten und im Bergbau Arbeit zu finden. Gesang und Tanz ihrer Heimat halfen ihnen dabei, ihr Elend zu erdulden. Sie durften jedoch in ihren Unterkünften keinen Lärm machen und hatten keine Instrumente – so entstanden der a-capella-Stil und die sachten Tanzbewegungen.

Der Männerchor „Phuphuma Love Minus” lädt im Quai Branly-Jacques Chirac zu einer Zeitreise in die Johannesburger Townships unter der Apartheid ein.

Besetzung und Stab
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2017
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