Re: Chinesen auf Einkaufstour
Die Weinregion Bordeaux im Wandel

2 Min.
Verfügbar: vom 28. November 2017 bis zum 28. Dezember 2017
Nächste Ausstrahlung : Dienstag, 28. November um 19:40
Chinesische Investoren kaufen im großen Stil Weingüter und Schlösser in Bordeaux, im Südwesten Frankreichs. Sie sind begeistert von der französischen Lebensart und von den Rotweinen, die in China als Prädikat für eine luxuriöse Lebensart stehen. Aber was bedeutet die Einkaufslust der Chinesen für die Weinregion Bordeaux?
Die Chinesin Li Lijuan ist Immobilienmaklerin, ihre Klienten gehören zu den reichsten Männern Chinas und Taiwans: Industriemagnaten, Tycoons, Börsenmakler. Männer, die ihr Vermögen in Milliarden zählen. Li Lijuan profitiert von dem neuen Trend unter asiatischen Milliardären: Plötzlich wollen alle ein Weinschloss in Frankreich besitzen. In China möchte man schließlich nicht mehr als „nouveau riche“ gelten, sondern Klasse beweisen, indem man europäische Tradition einkauft.
Li Lijuan begleitet den taiwanesischen Investor Chengchang Lu, der gerade das Weingut Château Bel Air im Bordeaux gekauft hat, nach Saint-Émilion. Der mittelalterliche Ort ist das Epizentrum der Weinregion Bordeaux. Kein anderer Ort symbolisiert so gut die Verbindung von Tradition, französischem Lebensstil und alter Weinkultur. Einmal im Jahr wird hier der offizielle Beginn der Weinernte feierlich verkündet. Zu diesem Anlass wird Chengchang Lu zusammen mit weiteren Asiaten feierlich von der 800 Jahre alten Weinbruderschaft „La Jurade“ als neues Mitglied inthronisiert.
Wer den Weinbau aus rein wirtschaftlicher Warte betrachtet, kann all das nur begrüßen. Dank der Händler und Investoren aus dem Reich der Mitte sind die Preise und Gewinne der französischen Winzer explodiert. Kein Wunder: Trotz eines Exporteinbruchs in den letzten Jahren bleibt China Hauptabnehmer für Bordeauxweine.

Besetzung und Stab

Land :

Deutschland

Jahr :

2017