Sendetermine und Verfügbarkeit

Sendetermine: Donnerstag, 5. Oktober um 19.40 Uhr

Livestream: ja

Online vom 05. Oktober bis zum 04. November 2017

Elmar May ist mit 52 Jahren viel zu jung zum Sterben. Doch der frisch gebackene Vater hat Lungenkrebs und muss entscheiden, ob er auf einer Palliativstation sterben will, wo sich trotz Schmerzmittel das Leiden lange hinziehen kann, oder ob er in die Schweiz fährt, um sich beim Sterben helfen zu lassen.

Drei von vier Deutschen wünschen, möglichst selbstbestimmt zu sterben, gegebenenfalls also Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Doch die meisten Ärzte in Deutschland verweigern sich diesem Wunsch. Manche, weil sie es aus ethischen Gründen ablehnen. Die meisten, weil sie gar nicht wissen, wie weit sie eigentlich gehen dürfen. Seit der Verschärfung des Paragrafen 217 ist die Gesetzeslage noch schwieriger geworden.

In der Schweiz ist Freitodbegleitung möglich, weshalb sich oft eigentlich transportunfähige Menschen auf ihren letzten Weg machen müssen, statt zu Hause sterben zu dürfen. Dieser unwürdige Sterbetourismus kann nur durch Legalisierung in allen Ländern verhindert werden, sagt Dr. Erika Preisig, Ärztin mit eigener Praxis in der Nähe von Basel. Sie hilft todkranken Menschen beim Sterben, weil sie verhindern will, dass die sich sonst vor den Zug werfen oder vom Hochhaus stürzen. In diesem Sinne wäre Freitodbegleitung auch Suizidprophylaxe. Dr. Silke Pietsch ist Leiterin der Palliativstation in Hof. Sie ist strikt gegen jede Form von Sterbehilfe. Doch reichen die Möglichkeiten der Palliativmedizin aus, um ein qualvolles Sterben zu verhindern?

Die Reportage lässt die Entscheidung des Krebspatienten Elmar May hautnah miterleben und zeigt auch die Freitodbegleitung eines sterbewilligen Mannes, der aus Frankreich in die Schweiz reisen muss und bei seinem letzten Weg von seinen beiden Söhnen begleitet wird.

Besetzung und Stab
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2017
  • Herkunft:ZDF
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Bonus und Ausschnitt