Re: Klimaschutz im Ausverkauf?
Einblicke in die UN-Klimakonferenz

30 Min.
Verfügbar: vom 17. November 2017 bis zum 17. Dezember 2017
Die Welt steuert auf eine Erderwärmung von 3 Grad Celsius zu, mit fatalen Folgen, etwa für die Pazifischen Inselstaaten. In Bonn verhandeln gerade mehr als 190 Delegierte aus der ganzen Welt über die Umsetzung des vor zwei Jahren beschlossenen Pariser Klimaabkommens. Die Verhandlungen stehen unter großem Druck.
Anne Dunn ist von den Fidschi Inseln nach Bonn gereist, um dem Klimawandel ein Gesicht zu geben. Die 25-jährige Klimabotschafterin ist bereits direkt betroffen: In dem Dorf ihrer Angehörigen auf Fidschi ist der Friedhof wegen des ansteigenden Meeresspiegels bereits überspült. Ihren kürzlich verstorbenen Vater konnte Anne Dunn deshalb nicht wie ihre Vorfahren begraben. Auch deswegen gehen ihr die Klima-Verhandlungen viel zu schleppend voran.
Auch die Aktivistengruppe „The Yes Men“ sorgt mit kreativem Protest bei den Konferenzteilnehmern in Bonn für Irritationen. Getarnt als Vertreter der Trump-Regierung nehmen sie die Veranstaltung aufs Korn. Schwarzer Humor mit dem Motto: Damit im Klimaschutz etwas passiert, müssen Gesellschaft und Politik mit zivilem Ungehorsam konfrontiert werden. Denn der Markt allein regle die Probleme nicht.
Werden die großen Ansprüche an die Klimakonferenz in diesen Tagen von der deutschen Politik unterlaufen? Bei den Sondierungsgesprächen der Jamaika-Koalition sind die Unterhändler der "Grünen" kompromissbereit bei Themen wie Ausstieg aus Kohlekraftwerken und Verbrennungsmotoren. Für viele Öko-Aktivisten ein Verrat an den eigenen Idealen. Gleichzeitig fordern mehrere deutsche Konzerne einen radikalen Wandel der deutschen Klimapolitik. Nicht ohne Eigennutzen. Eine ungewöhnliche Frontverschiebung in der Klimapolitik.

Besetzung und Stab

Land :

Deutschland

Jahr :

2017