Erstaunliche Gärten
Der Federgarten in der Normandie

27 Min.
Live verfügbar: ja

Wogende Gräser, wilde Blumen, sprießende Kräuter und Spiegel aus Wasser: Inmitten landwirtschaftlicher Anbauflächen der Normandie liegt der Jardin Plume, der Federgarten. Ein poetischer Ort, der in seiner subtilen Gestaltung zur Avantgarde der sogenannten Naturgärten zählt - ein Garten der Emotionen, als Verlängerung der umliegenden Landschaft.

Im Jahr 1996 ließen sich die Landschaftsgärtner Sylvie und Patrick Quibel bei Auzouville sur Ry, etwa 15 Kilometer von Rouen entfernt, auf einem alten Bauernhof nieder. Sie wählten den schlichten ehemaligen Apfelgarten als Standort für ihr neues Projekt – zu einer Zeit, in der prachtvolle Hortensienblüten die Gärten in der Normandie dominierten. Die Anlage sollte zu einem der schönsten Beispiele für das New Perennial Movement – was so viel bedeutet wie „neue Ganzjährigkeit“ – werden, eine von dem niederländischen Landschaftsgärtner Piet Oudolf begründete Strömung. Er propagiert den Verbund von mehrjährigen Pflanzen, um den Eindruck einer natürlichen, spontanen Vegetation zu erzeugen. Dabei geht es ihm nicht darum, Landschaften nachzubilden, sondern Emotionen auszulösen. Die Quibels setzen in ihrem Garten eine botanische Pflanzenfamilie in Szene, die bei den Gestaltern lange Zeit wenig Beachtung fand, nämlich Gräser. Den üppig wuchernden, duftig-leichten Gewächsen verdankt die grüne Oase ihren Namen: Jardin Plume: Federgarten. Er ist ein Königreich der Gräser, einer botanischen Großfamilie, die ihre Zeit brauchte, bis sie die Zuneigung der Gärtner gewann.

Regie :

Pat Marcel
Stephan Guilhou

Land :

Frankreich

Jahr :

2017

Herkunft :

ARTE F