Tracks
Francis Giacobetti / Ali Eslami / Jlin / Flavia Coelho

44 Min.
Verfügbar: vom 6. Oktober 2017 bis zum 5. Dezember 2017
Diese Woche: Francis Giacobetti lichtete nicht nur Sylvia Kristel nackt ab; Computer-Artist Ali Eslami beschreitet neue Wege der virtuellen Realität; Foil Surf - verleiht Flügel; Eccentric Engineers, Künstler und Informatiker zugleich; Jlin bringt Chicago-House und zeitgenössischen Tanz zusammen; Flavia Coehlo: Reggae, Baile Funk und Electro-Rap aus den armen Stadtvierteln Rios
(1): Francis Giacobetti
Das Kult-Foto von Emmanuelle im Korbsessel, welches das Plakat von Just Jaeckins gleichnamigem Erotikfilm zierte, stammt von ihm: Francis Giacobetti. Der heute 78-Jährige lichtete in den 70ern und 80ern nicht nur Sylvia Kristel nackt ab, sondern auch Jane Birkin und Raquel Welsh. Für „Tracks“ blickt der Fotograf aus Marseille auf seine 'erotischen Jahre' zurück.
(2): Ali Eslami
Für Ali Eslami ist virtuell gleich real. Der iranische Computer Artist beschreitet neue Wege der virtuellen Realität. Sein Werk „Death Toll“ zum Beispiel führt nach Syrien und Pakistan … zum Leichenzählen. Eslamis Projekte stützen sich auf Originaldaten, Statistiken und Kunstwerke. Dabei bedienen diese sich des Spielcharakters, um den Betrachter aufzurütteln.
(3): Foil Surf
Die Foil-Jahre sind angebrochen! Dank Hydrofoil-Surfbrett braucht niemand mehr auf die perfekte Welle oder ideale Wetterbedingungen zu warten. Die Folie hebt das Surfbrett zwanzig Zentimeter über die Welle und verleiht so jedem Beachboy oder -girl Flügel, sei's beim Wind- oder Kitesurfen.
(4): Eccentric Engineers
Punkt, Punkt, Komma, Strich … Eccentric Engineers sind vor allem Künstler, aber sie besitzen zudem die Superkraft der Informatikentwickler: Sie können programmieren. Der ehemalige Kunststudent Kyle McDonald mixt Echtzeitvideos mit Tweets von Internetusern, und Zach Gage programmiert ein Space-Invaders-Spiel, bei dem mit jedem vernichteten Alien eine Datei von der Festplatte verschwindet. 
(5): Jlin
Jerrilyn Patton, alias Jlin, nimmt die Footwork ihrer Vorgänger auseinander und bringt Chicago-House und zeitgenössischen Tanz zusammen. Jlin, die Sampling strikt ablehnt, ist die wohl risikofreudigste DJane der aktuellen Dance-Szene, was sie beim letzten Peacock Society Festival in Paris bravourös unter Beweis stellte.
(6): Flavia Coehlo
Die Musik von Flavia Coehlo – eine Mischung aus Reggae, Baile Funk und Electro-Rap aus den armen Stadtvierteln Rios – klingt wie der Soundtrack zu ihrem Leben. Flavia wuchs zwischen den Federboas der Drag Queens auf, die ihre Mutter schminkte. Bevor sie im Pariser „Cabaret Sauvage“ auf die Bühne steigt, kramt die Brasilianerin für uns in der „Tracks“-Plattenkiste.

Besetzung und Stab

Regie :

Realisateurs Differents

Land :

Frankreich

Jahr :

2017

Bonus und Ausschnitt

Francis Giacobetti

8 min

Jlin

4 min

Foil Surf

10 min

Kyle Mac Donald - Eccentric Engineers

11 min

Papertoys / Haruki Nakamura

2 min

Ali Eslami

6 min

Flavia Coelho

6 min