Kurzschluss
Schwerpunkt "Sturköpfe"

55 Min.
Verfügbar: vom 18. November 2017 bis zum 25. November 2017
(1) Regisseur Franck Dion fasst Henri-Georges Clouzots "Der Rabe" in einer animierten Minute zusammen. (2) Im Anschluss an die Vorführung von "Heldin meiner Kindheit" in einem Knast trifft "Kurzschluss" Gefangene in Begleitung von Regisseurin Jessica Palud. (3) Regisseur Guy Charnaux auf dem Animationsfilmfestival von Annecy (4) Journalistin Nadia Daam kommentiert "Höllenmütter".
(1): Short Cuts – Der Rabe
Franck Dion, der Regisseur von „Nicht mehr ganz da“, fasst für uns den Klassiker „Der Rabe“ von Henri-Georges Clouzot in einer animierten Minute zusammen.
(2): Heldin meiner Kindheit
Kurzfilm von Jessica Palud, Frankreich 2017, Erstausstrahlung
Marlon ist 14 Jahre alt. Ihre Mutter sitzt eine Haftstrafe wegen Mordes ab, und zum ersten Mal darf Marlon sie zusammen mit ihrem Onkel im Gefängnis besuchen. Obwohl ihre Familie und die Richterin versuchen, sie nach Möglichkeit zu schützen, will sich Marlon nicht von dem Gedanken abbringen lassen, dass ihre Mutter trotz allem die Heldin ihrer Kindheit ist.
Jassica Palud begann ihre Karriere als Regieassistentin, unter anderem bei den Film „Innocents – The Dreamers“ von Bernardo Bertolucci und „Marie-Antoinette“ von Sofia Coppola. Weitere Filme von ihr sind „Les yeux fermés“ (2013) und „La Poupée“ (2016).
(3) : Begegnung – Heldin meiner Kindheit
Im Anschluss an die Vorführung von „Heldin meiner Kindheit“ in einer Haftanstalt trifft Kurzschluss einige Gefangene in Begleitung von Regisseurin Jessica Palud.
(4): Der Dichter abscheulicher Dinge
Animationsfilm von Guy Charnaux, Brasilien 2017, Erstausstrahlung
Ein Sohn teilt seinem Vater mit, dass er gerne Dichter werden möchte – mit dem alleinigen Ziel, dadurch Mädchen zu beeindrucken und mit ihnen zu schlafen. Die ersten Versuche des Sohnes findet der Vater nicht sonderlich überzeugend, aber als er ihm traditionelle Poesie von bekannten Dichtern ans Herz legen möchte, will sein Sprössling davon nichts wissen …
Guy Charnaux, Jahrgang 1990, ist gebürtiger Brasilianer und studierte an der Pariser Filmhochschule Ecole des Gobelins und der Vancouver Film School in Kanada. 2015 schloss er sein Studium dort mit dem Animationsfilm „A Man called Man“ab. Heute arbeitet er als 2D-Animator für das Animationsfilmstudio Lighthouse Studios, ist aber auch freiberuflich tätig.
(5): Zoom – Der Dichter abscheulicher Dinge
Kurzschluss hat Guy Charnaux auf dem Animationsfilmfestival von Annecy getroffen und mit ihm über seinen Film „Der Dichter abscheulicher Dinge“ gesprochen.
(6): Höllische Mütter
Animationsfilm von Joanna Rytel, Schweden 2016
Eine ganz normale Gegend in einer ganz normalen Stadt. Zwei Frauen sitzen auf dem Sofa und kratzen ihre schwangeren Bäuche. Es sind noch vier Tage bis zur Geburt. Die Situation ist weder schönzureden noch auszuhalten. Sie ist einfach unerträglich. Masturbieren geht nicht, weil man nicht mehr an die Klitoris kommt, der Kindsvater ist abwesend und sowieso langweilig. Der einzige Vorteil eines weiteren Kindes besteht darin, nicht mehr mit dem ersten Kind spielen zu müssen.
Joanna Rytel ist eine umstrittene schwedische Performance- und Videokünstlerin. Sie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Macht, Gender und Identität und ist ihre eigene Protagonistin. Jenseits des guten Geschmacks und der Political Correctness macht sie Kunst erfahrbar. Sie will Tabus überschreiten, den direkten Blick suchen, vielleicht auch abschrecken ... aber immer mit dem Ziel, neu zu schauen und zu überdenken.
(7): Privatvorstellung – Höllische Mütter
Die Journalistin Nadia Daam, die für den französischen Radiosender Europe 1 arbeitet und Koautorin eines Buches über Rabenmütter ist, schaut sich den Animationsfilm „Höllenmütter“ an und kommentiert ihn.

Besetzung und Stab

Land :

Frankreich

Jahr :

2017