Kurioses aus der Tierwelt
Faszinierende Schalen: Schildkröten und Strauße

22 Min.
Verfügbar von 09.02.2018 bis 22.02.2018
Live verfügbar: Ja
Nächste Ausstrahlung : Mittwoch, 28. Februar um 11:10

In dieser Folge betrachtet David Attenborough zwei Arten von Schalen: die Panzer von Schildkröten, die ihren Besitzern als Rüstung dienen, und die Schalen von Vogeleiern, in denen die Küken bis zum Schlüpfen sicher heranwachsen. Wie haben sich diese unterschiedlichen Schalen entwickelt, und bieten sie womöglich mehr als nur Schutz?

In dieser Folge untersucht David Attenborough zwei sehr unterschiedliche Arten von Schalen, die echte Meisterwerke der Evolution sind: die Eierschale – und zwar die des Straußeneis – und den starren Panzer der Schildkröte. Schildkröten sind von ihrem Panzer fast vollständig umschlossen, lediglich der Kopf und die Beine ragen heraus. Es ist ein einzigartiger Körperbauplan, der sich seit Urzeiten bewährt. Schildkröten sind uralte Geschöpfe. Ihr Stammbaum reicht 200 Millionen Jahre zurück, und Riesenschildkröten können 150 Jahre alt werden. Ihr Panzer ist offenbar ein ausgezeichneter Schutz, doch er bringt auch Nachteile mit sich: Er macht das Tier schwerfällig, daher die legendäre Langsamkeit von Schildkröten, und er erschwert die Paarung. Übrigens ist der Panzer keineswegs eine leblose Hülle. Er gehört fest zum Knochengerüst des Tieres. Manche Schildkröten leben an Land, andere im Wasser wie die Meeresschildkröten. Doch die beiden Gruppen haben viel gemeinsam. Bei allen ist der Panzer von Hornschilden bedeckt, die mit dem darunterliegenden Knochen mitwachsen. Dabei entstehen Wachstumsringe, ähnlich wie wir sie von Bäumen kennen. Aber wie der Schildkrötenpanzer ursprünglich entstanden ist, blieb lange Zeit ein Rätsel. Außerdem sieht sich David Attenborough an, was die Schalen von Vogeleiern Unglaubliches leisten. Das größte und stabilste Ei von allen gehört dem Vogel Strauß. Die Eierschale ist mit winzigen Poren überzogen. Durch jede der offenen Poren gelangt Sauerstoff hinein und Kohlendioxid hinaus – auf diese Weise kann das Küken atmen. Die Poren sind seine Lebensadern zur Außenwelt. Rund 40 Tage reifen die Küken im Ei heran, und natürlich muss das Ei stabil genug sein, um das Gewicht der brütenden Laufvögel tragen zu können, die sich im Nest abwechseln. Aber wenn es so weit ist, muss es auch zerbrechlich genug sein, damit das Küken schlüpfen kann. Schildkrötenpanzer und Eierschalen bieten ihren Bewohnern Schutz, das wahre Geheimnis ihres Erfolgs liegt jedoch in ihrer großen Anpassungsfähigkeit an verschiedene Bedingungen und Lebensräume.

Besetzung und Stab

Regie :

Hilary Jeffkins

Land :

Großbritannien

Jahr :

2016

Herkunft :

ARTE F