Alles was kommt

97 Min.
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Ihr Mann verlässt sie für eine andere, die Mutter muss ins Altersheim und ihr Verlag will ihren Lehrbuchvertrag kündigen – das Leben von Philosophielehrerin Nathalie wird plötzlich erschüttert. Doch ist auch ein neues Gefühl der Freiheit zu spüren ... - Mia Hansen-Løve wurde für den unaufgeregten Film auf der Berlinale 2016 mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet.
Die souveräne Philosophielehrerin Nathalie sieht es gelassen, wenn die Schüler vor der Schule für bessere Arbeitsbedingungen streiken. Blockade oder eher Diskussion über den „Gesellschaftsvertrag“ im Philosophieunterricht? Nathalie hält, trotz Streiks, die Schulstunde ab, lässt die Schüler aber diskutieren über Freiheit und die Bedingungen von Wahrheit – und erreicht sie so. Doch ihr sonstiges Leben scheint ihr zu entgleiten. Ihr Mann verlässt sie nach 25 Jahren Ehe, und die exzentrische und einnehmende Mutter muss in ein Altersheim eingewiesen werden. Ein Kraftakt, denn diese wehrt sich mit allen Mitteln. Und der Verlag, bei dem sie eine Lehrbuchreihe herausgibt – ein Standardwerk für den Philosophieunterricht in der Oberstufe – möchte die Reihe "modernisieren", mit einem Relaunch, der die empörte Nathalie an eine rein marktwirtschaftliche Logik erinnert. Die Zäsur in ihrem Leben stellt Nathalie auf die Probe. Sie ist eine stolze Frau, Vernunft und Gedanken stehen stets über den Gefühlen – sie möchte also mit Entschlossenheit und erhobenen Hauptes den Widerständen in ihrem Leben entgegentreten. Und so entwickelt sie allmählich eine eigene Lebensphilosophie: offen für das sein, was kommen mag. Und so zeigt sich, dass der dritte Lebensabschnitt noch unerwartet positive Lebensveränderungen bereithält. „Alles was kommt“ ist ein starkes Porträt einer Frau, die sich mit Vergänglichkeit und der Suche nach dem Sinn im Leben auseinandersetzt.

Regie :

Mia Hansen-Løve

Drehbuch :

Mia Hansen-Løve

Produktion :

CG Cinema
Les Films du Losange
Detailfilm
ARTE France Cinéma
Rhône-Alpes Cinéma

Produzent/-in :

Charles Gillibert

Kamera :

Denis Lenoir

Schnitt :

Marion Monnier

Mit :

Isabelle Huppert (Nathalie Chazeaux)
André Marcon (Heinz)
Roman Kolinka (Fabien)
Edith Scob (Yvette Lavastre)
Sarah Le Picard (Chloé)

Land :

Frankreich

Jahr :

2016

Herkunft :

ARTE F