Kino - Filmgrößen - 53 Min.

Sendetermine und Verfügbarkeit

Sendetermine: Sonntag, 29. Oktober um 22.40 Uhr

Livestream: ja

Online vom 29. Oktober bis zum 05. November 2017

André Heller polarisiert: Für die einen ist er ein größenwahnsinniger Impresario, für die anderen einer der letzten Universalkünstler unserer Zeit. In der Dokumentation begibt sich der österreichische Chansonnier, Autor, Dichter, Aktionskünstler, Filmemacher und Mitbegründer des Zirkus Roncalli auf eine Reise in seine eigene Vergangenheit.

Die einen halten ihn für einen größenwahnsinnigen Impresario, für die anderen verkörpert er einen der letzten Universalkünstler unserer Zeit: André Heller. Der 1947 als Sohn eines jüdischen Großindustriellen zur Welt gekommene Österreicher ist ein dandyhafter Egozentriker, der, getrieben von einer überbordenden Fantasie, massentaugliche, bildgewaltige Großereignisse wie den Zirkus Roncalli schafft, Musik macht, Bücher schreibt, Filme dreht und Gärten entwirft. Daneben steht ein ernsthaftes politisches Engagement für die Friedensbewegung, für die Umwelt, für Flüchtlinge. Ausgehend von seinem Gartendomizil in Marrakesch begibt sich Heller auf eine virtuelle Reise in seine eigene Vergangenheit. Er unterhält einen Dialog mit dem jungen, aufstrebenden, frechen André Heller, den er selbst recht kritisch einen „Rotzpipn" schimpft, sieht sich Ausschnitte aus den unterschiedlichen Stationen seines Lebens an und versucht den jungen Mann, der er damals war, zu verstehen. Die Geschichte seiner Familie, die schwierige Beziehung zu seinen Eltern, der Drogenkonsum und die Depressionen werden in dieser Selbstreflexion nicht ausgespart. Die Wahrheit über André Heller wird der Zuschauer auch in diesem filmischen Porträt nicht bekommen. Dafür bekommt er das schillernde Bild einer außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit, eines Menschen, der bereit ist, sich ernsthaft, fantasievoll und witzig mit sich selbst auseinanderzusetzen. Mit seiner Vergangenheit, seiner Gedankenwelt, seiner Kunst, seinen Fehlern und Schwächen. Teilweise widersprüchlich und polarisierend, zeichnet der Film dennoch das versöhnliche Bild eines Mannes, der immer Mut bewiesen hat, einen Schritt weiter zu gehen als andere.

Besetzung und Stab
  • Regie: Andrea Morgenthaler,
  • Land:Österreich
  • Jahr:2017
  • Herkunft:BR
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Bonus und Ausschnitt