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Nirgendwo in Afrika

Ausschnitt (2 Min.)

Verfügbar ab dem 21/07/2024

TV-Ausstrahlung am Sonntag, 21. Juli um 12:55

  • Audiodeskription
  • Untertitel für Gehörlose
Der jüdische Anwalt Walter flieht 1938 vor den Nazis nach Kenia. Seine Frau Jettel folgt ihm nur ungern. Sie entstammt einer wohlhabenden Familie und empfindet das Leben im Busch als Zumutung. Doch bald hört die deutsche Jüdin von Verfolgungen in ihrer Heimat. - Caroline Links bildgewaltige Emigranten-Chronik (2001) wurde mit einem Oscar ausgezeichnet.
Ab 1938 darf Walter Redlich seinen Beruf nicht mehr ausüben. Der jüdische Anwalt flieht nach Kenia, wohin seine ebenfalls jüdische Frau Jettel ihm widerstrebend nachfolgt. Jettel fühlt sich in erster Linie als Deutsche und glaubt nicht, dass man sie in ihrer Heimat verfolgen wird. Für sie ist die Reise nach Afrika zunächst ein kurzer Ausflug. Mit dem bescheidenen Dasein im Busch, wo ihr Mann als Verwalter einer maroden Farm arbeitet, kann sie sich nicht anfreunden. Dagegen blüht ihre introvertierte Tochter Regina auf. Sie verfällt dem Zauber Afrikas, lernt die Sprache und findet in dem einheimischen Koch Owuor einen Freund.
Mit Ausbruch des Krieges treffen schockierende Nachrichten aus Deutschland ein. Jettel, die sich von Walter immer mehr entfernt hat, wird bewusst, dass das Leben im Exil ein Geschenk ist. Allmählich findet das Paar wieder zueinander. Nach Kriegsende wird Walter ein Posten als Richter in Frankfurt angeboten. Es sind zwölf bewegte Jahre vergangen, in denen Jettel und Regina Kenia schätzen gelernt haben. Die beiden wissen nicht so recht, ob sie in das Land zurückkehren wollen, in dem noch die Mörder ihrer Verwandten leben.
Caroline Links eindrucksvolle Verfilmung des autobiografischen Bestsellers von Stefanie Zweig zeichnet ein realistisches Bild vom Leben jüdischer Flüchtlinge im Exil. Nicht zuletzt dank Gernot Rolls beeindruckender Landschaftspanoramen wurde „Nirgendwo in Afrika“ mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. 

Mit

  • Juliane Köhler (Jettel Redlich)

  • Merab Ninidze (Walter Redlich)

  • Sidede Onyulo (Owuor)

  • Matthias Habich (Walter Süßkind)

  • Lea Kurka (Regina Redlich als Kind)

  • Karoline Eckertz (Regina Redlich als Teenagerin)

  • Gerd Heinz (Max)

  • Hildegard Schmahl (Ina)

Regie

Caroline Link

Drehbuch

Caroline Link

Autor:in

Stefanie Zweig

Produktion

  • Media Cooperation One

  • MTM Cineteve

  • Constantin Film

  • Bavaria Film

Produzent/-in

Peter Herrmann

Kamera

Gernot Roll

Schnitt

Patricia Rommel

Musik

Niki Reiser

Land

Deutschland

Jahr

2001

Herkunft

ARTE

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