Xenius
Leere Meere: Rettet Aquakultur den Wildfisch?

27 Min.
Verfügbar: vom 13. November 2017 bis zum 11. Februar 2018
Ob Lachs, Scholle oder Dorsch – Fisch landet immer häufiger auf dem Tisch. Die Folge: Viele Wildbestände sind massiv überfischt – und die Meere werden immer leerer. Wollen wir unseren Fisch-Hunger auch künftig stillen, müssen alternative Fischereimethoden gefunden werden. Ist Fischzucht in Aquakulturen die Rettung für Wildbestände? "Xenius" fragt nach - in Kiel.
Ob Lachs, Scholle oder Dorsch – Fisch landet immer häufiger auf dem Tisch. Die Folge: Viele Wildbestände sind massiv überfischt – und die Meere werden immer leerer. Wollen wir unseren Fisch-Hunger auch künftig stillen, müssen alternative Fischereimethoden gefunden werden. Ist Fischzucht in Aquakulturen die Rettung für Wildbestände? Die "Xenius"-Moderatoren Dörthe und Pierre sind in Kiel. Hier befindet sich die deutschlandweit einzige Fischzucht im offenen Meer. Während Dörthe auf Tauchstation mit Lachsforellen die Netzkäfige überprüft, übernimmt Pierre deren Fütterung. Auf dem Speiseplan: Pellets aus Fischmehl und Fischöl – denn Lachsforellen sind Raubfische. Dörthe muss aufpassen, dass nicht auch sie selbst zwischen deren Kiefer gerät, denn sie haben scharfe Zähne und vor allem: großen Appetit! Und das birgt ein Problem. Die meisten Zuchtfische sind Raubfische und tragen deshalb zur Überfischung bei: Jedes Jahr landen 16 Millionen Tonnen Wildfisch in der Produktion von Fischfutter für Aquakulturen. Forscher arbeiten deswegen seit Jahren an einer Möglichkeit, aus Raubfischen Vegetarier zu machen. Ein aus einer Super-Alge gewonnenes Öl könnte hier nun die Lösung bringen. Beim Roten Thunfisch ist die Lage noch komplizierter: Er ist so gefragt, dass er nach Jahrzehnten gnadenloser Jagd auf ihn akut vom Aussterben bedroht ist. Seine Zucht ist zwar lukrativ, aber auch extrem schwierig. Roter Thunfisch ist ein Gourmet und Vielfraß, mit Pellets kann man ihm nicht kommen. Seine Leibspeise: frische Makrele in rauen Mengen. Schlecht für deren Bestände, zumal sie auch als Leihmütter für Zuchtthun herhalten müssen: Japanische Forscher arbeiten nun erfolgreich an der künstlichen Befruchtung des Thunfischs.

Besetzung und Stab

Moderation :

Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Land :

Deutschland

Jahr :

2017