Klöster Europas - Zeugen des Unsichtbaren

Stätten der Andacht

52 Min.
Verfügbar vom 12/04/2019 bis 18/05/2019
Untertitel für Gehörlose
Die Reihe sucht in fünf Folgen nach den spirituellen Wurzeln des alten Kontinents. In dieser Folge: Das Kloster Hohenburg auf dem Odilienberg im Elsass ist ein beliebter Wallfahrtsort. In der Anlage finden sich zahlreiche Kunstschätze, darunter ein Mosaik in Gedenken an den Sieg der Alliierten über die Nationalsozialisten.
Das Kloster Hohenburg auf dem Odilienberg im Elsass ist ein beliebter Wallfahrtsort. Das Kloster ist zwar nicht mehr bewohnt, aber die Anlage birgt zahlreiche Kunstschätze, unter anderem ein Mosaik von Gentils und Bordet in Gedenken an den Sieg der Alliierten über die Nationalsozialisten. Seit 1929 zieht der Wallfahrtsort Gläubige aus der ganzen Welt an. Die heilige Odilie, die das Kloster im 8. Jahrhundert gründete, soll einst einen Blinden wieder sehend gemacht haben, sie gilt daher als Schutzpatronin der Blinden. Bis heute pilgern Sehbehinderte zu der Wasserquelle, die sie vor 1.300 Jahren entdeckte. Das Benediktinerstift Göttweig in Niederösterreich ist berühmt für seine Bibliothek mit hunderttausend Schriften und 32.000 Gravuren, darunter Werke von Dürer und Michelangelo. Die überwiegend jungen Mönche leben von Weinbau und Tourismus. Das polnische Niepokalanów wurde in der Zwischenkriegszeit von dem Franziskaner-Minoriten, Wissenschaftler und Verleger Maximilian Kolbe gegründet, der auch den ersten Radiosender des Landes und eine Feuerwehreinheit ins Leben rief, die als eine der besten des Landes gilt. Die Orval-Abtei in Südbelgien wurde während der Französischen Revolution zerstört und ab 1926 wieder aufgebaut. Hier lebt eine Gemeinschaft von Zisterziensermönchen mit vielfältigen Talenten: Bruder Bernard etwa interessiert sich für Zen-Philosophie; er hat einen Steingarten angelegt und ist davon überzeugt, dass sich Zisterzienser- und Zen‑Architektur perfekt ergänzen.

Regie :

Marie Arnaud
Jacques Debs

Land :

Frankreich

Jahr :

2018

Herkunft :

ARTE