27 Min.
Verfügbar vom 14/04/2019 bis 13/05/2019
Nächste Ausstrahlung am Samstag, 27. April um 10:10
Untertitel für Gehörlose
In dieser Folge: Landwirt Hannes Karner hat alle Hände voll zu tun, denn es gibt kein Osteressen ohne frisch geriebenen Kren, wie der Meerrettich in der Steiermark genannt wird. Seine Frau Nicole beginnt am Gründonnerstag mit den Vorbereitungen für das Osterfest: Geselchtes (Räucherfleisch) wird gekocht, Osterbrot gebacken und die Ostereier mit Zutaten aus der Natur gefärbt.
Osterbräuche spielen in Österreich eine große Rolle. In der Steiermark gehört die Speisensegnung, die sogenannte Fleischweihe, zu den Höhepunkten der Feierlichkeiten. Außerdem hat der Kren, wie der Meerrettich dort genannt wird, seinen großen Auftritt. Von den 4.000 Tonnen Kren, die jährlich in Österreich produziert werden, kommen mehr als 90 Prozent aus der Steiermark. Der Anbau ist sehr arbeitsintensiv: Für einen Hektar kalkuliert man etwa 1.000 Arbeitsstunden. Ein Großteil davon ist Handarbeit. Auf den Krenfeldern des Landwirts Hannes Karner herrscht in der Osterzeit Hochbetrieb, denn in der Steiermark es gibt kein Osteressen ohne frisch geriebenen Kren. Seine Frau Nicole beginnt am Gründonnerstag mit den kulinarischen Vorbereitungen für das Osterfest. Die Eier werden mit Zutaten aus der Natur, wie Wiesenblumen, Spinat und Rotkohl, gefärbt. Das traditionelle Osterbrot wird gebacken und das Geselchte (geräuchertes Fleisch) gekocht. Die Speisensegnung am Karsamstag, die sogenannte Fleischweihe, wird wegen des großen Andrangs auch das „achte steirische Sakrament“ genannt. Überall an Kirchen, Kapellen und Wegkreuzen versammeln sich Dorfbewohner mit ihren Osterkörben in Erwartung der Segnung, die die Fastenzeit feierlich abschließt.

Regie :

Wilma Pradetto

Land :

Deutschland

Jahr :

2017

Herkunft :

ZDF