Kinogeschichten
Sexgeschichten

(52 Min.)
Verfügbar von 14/03/2018 bis 19/05/2018
Live verfügbar: ja

In dieser Folge: Erst dank der wagemutigen Filme in den 50er Jahren und der sexuellen Revolution in den 70ern konnte der Film eines der letzten Gebiete erobern, das ihm noch Widerstand leistete: die menschliche Sexualität. In dieser Ausgabe spricht Frédéric Bonnaud mit Paul Verhoeven, Bernardo Bertolucci, Catherine Breillat, Bertrand Bonello, Alain Guiraudie und Bertrand Blier.

Lange wurde bei Liebesszenen im Film das Licht ausgeschaltet. Filme mit „eindeutigem Inhalt” waren kleinen privaten Kreisen von Kennern vorbehalten oder dienten lediglich dem Interesse von Bordellkunden. Sehr schnell arrangierte sich die Zensur-Kultur; und die wenigen erotischen Kühnheiten der 20er Jahre blieben eine ferne Erinnerung. Jahrzehntelang musste immer wieder der Schein eines Holzfeuers herhalten, denn die Zuschauer wollten Leidenschaft sehen, ohne dass diese zu anstößig oder verrucht wirkte. Erst dank der wagemutigen Filme von Ingmar Bergman und Louis Malle in den 50er-Jahren und der anschließenden sexuellen Revolution in den 70ern konnte der Film eines der letzten Gebiete erobern, das ihm noch Widerstand leistete: die menschliche Sexualität. Warum aber löst die explizite Darstellung von Sex auf der Leinwand noch heute Polemiken aus, obwohl man praktisch jederzeit per Mausklick allerlei Nacktbilder ansehen kann? Weshalb verzichten Regisseure traditioneller, das heißt für Jugendliche freigegebener, Filme auf Sexszenen? Sollte der Autorenfilm bei Sexszenen auch heute noch das Licht ausschalten? Oder ist die Darstellung von Sex abseits der Pornografie für große Künstler ganz im Gegenteil eine unerschöpfliche Quelle der Herausforderung? In der aktuellen Ausgabe von „Kinogeschichten” spricht Frédéric Bonnaud mit Paul Verhoeven, Bernardo Bertolucci, Catherine Breillat, Bertrand Bonello, Alain Guiraudie und Bertrand Blier über die Darstellung von Sex auf der Leinwand.

Regie :

Florence Platarets

Land :

Frankreich

Jahr :

2016

Herkunft :

ARTE F