Die großen Künstlerduelle - Nolde vs. Liebermann

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In dieser Folge: Berlin, 1911. Emil Nolde ist neu in Berliner Künstlerkreisen. Doch sein Malstil gefällt dem einflussreichen Malerfürsten Max Liebermann nicht: zu wüst, zu bunt, zu viele wilde Gesichter. Nolde macht den Streit öffentlich und wird aus der Berliner Sezession ausgeschlossen. Aber jetzt legt er erst richtig los, er will der neue Max Liebermann werden ...

Berlin, 1911: Emil Nolde ist neu in Berliner Künstlerkreisen. Doch sein Malstil gefällt dem einflussreichen Malerfürsten Max Liebermann nicht: zu wüst, zu bunt, zu viele wilde Gesichter. Der Streit zwischen Nolde und Liebermann, zwischen neuem Expressionismus und dem etablierten Impressionismus, zerreißt die Berliner Sezession und nimmt den Riss vorweg, der die deutsche Gesellschaft spaltet. Der Impressionist Liebermann versteht nicht, wie man so malen kann. Mit Farben, die völlig an der Natur vorbei gehen. Emil Nolde schäumt und initiiert einen öffentlichen Streit. Der Expressionist will die Malerei revolutionieren. Nolde nennt Liebermanns Stil „schwach und kitschig“. Obwohl beide Maler für den gleichen Gedanken eintreten – eine nationale deutsche Malerei – streiten beide nicht auf der gleichen Linie. Liebermann steht für das exakte Naturstudium, Nolde für die Befreiung der Farben und des Pinselstrichs. Nolde beschimpft Liebermann als „überholt und kitschig“. Liebermann nennt Noldes Malerei schlicht „Dreck“. Neben dem Stilstreit ist es auch ein Generationskonflikt und ein Konflikt zweier unterschiedlicher Biografien. Doch jetzt legt Emil Nolde richtig los, er will der neue Max Liebermann werden. Doch der erbitterte Streit zwischen Impressionismus und Expressionismus kann weder verloren noch gewonnen werden.

  • Regie :
    • Henrike Sandner
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2016
  • Herkunft :
    • ZDF