Begegnung mit den Meeresvölkern
Honduras: Die Garifuna

26 Min.
Live verfügbar: ja
Marc Thiercelin, Segler mit Leib und Seele, macht sich auf den Weg zu Ethnien, die an Land wie auf dem Wasser gleichermaßen zu Hause sind. In dieser Folge: Ein Großteil der von afrikanischen Sklaven abstammenden Garifuna lebt heute an der Küste von Honduras in eigenen Siedlungen wie dem Dorf Punta Piedra – weitgehend unberührt vom Lärm und der Hektik der restlichen Welt.
In Punta Piedra, einem entlegenen Küstendorf von Honduras, trifft Marc Thiercelin Angehörige der Volksgruppe der Garifuna. Die Geschichte der Garifuna begann auf der Karibik-Insel Saint Vincent. Die Sklaven zweier Schiffe aus Westafrika konnten flüchten, bei den Ureinwohnern von Honduras Unterschlupf finden und sich schließlich vor gut 200 Jahren an der Küste niederlassen. „Das Meer hat uns geschaffen“, sagen sie von sich selbst. Die Garifuna haben ihre eigene Sprache und bilden eine Gemeinschaft, die ohne viel Kontakt zum Rest der Welt auskommt. Seit Jahrhunderten halten sie den in der Region dominierenden hispanischen Einflüssen stand. Auch Edito und seine Frau Celsa wohnen in Punta Piedra. Edito ist 52 Jahre alt und gilt als erfahrener Kapitän. Er ist mit dem Fischfang groß geworden und das Meer birgt für ihn kaum noch Geheimnisse. Gemeinsam mit seiner Frau führt er ein einfaches Leben. Der Alltag der Garifuna wird bestimmt von Maniok-Anbau, Fischerei und traditionellen Festen. Ihre Kultur zu bewahren ist ihnen wichtig. Sie lieben ihre Freiheit und haben ihre afrikanischen Wurzeln bis heute nicht vergessen.

Regie :

Pierre-François Didek

Land :

Frankreich

Jahr :

2017

Herkunft :

ARTE F