Xenius
Kathedralen: drohen sie zu zerbröckeln?

26 Min.
Verfügbar: 11/11/2017 bis zum 11/12/2017
Die großen Kathedralen bröckeln und werden zu Dauerbaustellen. Warum? Der Hüttenmeister der Kölner Dombauhütte zeigt den "Xenius"-Moderatoren, wie Umwelteinflüsse den Steinen zu schaffen machen. Und wie lassen sich Kathedralen langfristig konservieren? Vielversprechend sind Kieselsäureverbindungen, die feinste Risse im Stein kitten.
Kathedralen waren die Meisterwerke der mittelalterlichen Architektur. Die ersten dieser ehrgeizigen Bauwerke, die Statiker an ihre Grenze brachten, entstanden in Frankreich. Aber auch in Deutschland und anderswo wollten sich Fürsten wie Bürger mit den gigantischen Kirchen schmücken. Über Jahrzehnte und Jahrhunderte wurden sie erbaut: Am Kölner Dom, heute Weltkulturerbe und Wahrzeichen der Stadt Köln, wurde sogar 632 Jahre lang gearbeitet. Doch die großen Kathedralen bröckeln und werden zu Dauerbaustellen. Warum ist das so? Der Hüttenmeister der Kölner Dombauhütte zeigt den „Xenius“-Moderatoren Emilie Langlade und Adrian Pflug, wie Umwelteinflüsse den Steinen zu schaffen machen. Ein Beispiel ist die Witterung: Wenn der nasse Naturstein nach einem Regenguss trocknet, werden Mineralien nach außen transportiert, so dass der Stein seine Stabilität verliert. Zusätzlich reagieren Schadstoffe aus der Luft mit diesen Mineralien, wodurch Krusten entstehen, die den Stein dunkel aussehen lassen. Eisenteile zwischen den Steinen rosten, dehnen sich aus und sprengen so das Mauerwerk, das sie eigentlich stabilisieren sollen. Wie also lassen sich Kathedralen langfristig konservieren? Vielversprechend sind Kieselsäureverbindungen, die feinste Risse im Stein kitten. Ob diese und weitere Methoden die monumentalen Bauten retten können, wird sich jedoch erst in den nächsten Jahren zeigen.

Besetzung und Stab

Moderation :

Emilie Langlade, Adrian Pflug

Land :

Deutschland

Jahr :

2016