Im Lauf der Zeit
Martin Luther King, ein Traum von Freiheit

26 Min.
Verfügbar von 08.01.2018 bis 21.01.2018

Die Reihe bietet einen originellen Blick auf die Geschichte. Der Schwerpunkt liegt dabei auf kleinen Ereignissen, die bedeutsame Folgen hatten. In dieser Folge: Am 1. Dezember 1955 widersetzte sich Rosa Parks der Aufforderung des Busfahrers, ihren Platz einem Weißen zu überlassen, wie es das Gesetz vorschrieb. Nach ihrer Verhaftung machten sich erste Proteste breit ...

Im frühen 20. Jahrhundert war die Rassentrennung in den amerikanischen Südstaaten noch sehr lebendig. Der Ku-Klux-Klan und die Jim-Crow-Gesetze verhinderten die Gleichstellung von schwarzen und weißen Bürgern im öffentlichen Raum, also auch in Schulen und Verkehrsmitteln. So waren etwa die Sitze im vorderen Bereich der Busse den Weißen vorbehalten.
Rosa Parks, eine Schneiderin aus Montgomery im US-Bundestaat Alabama, litt seit ihrer Kindheit unter dieser sozialen Unterdrückung. Am 1. Dezember 1955 widersetzte sie sich der Aufforderung des Busfahrers, ihren Platz einem Weißen zu überlassen, wie es das Gesetz vorschrieb. Sie wurde verhaftet und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Bereits kurze Zeit später wurde sie zur Ikone der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung.
Der junge Pastor namens Martin Luther King nutzte die Gelegenheit und rief zu einem Boykott der städtischen Omnibusse auf. Die Protestbewegung weitete sich aus: Es gab eine Vielzahl öffentlicher Reden und Demonstrationen. Rosa Parks wurde zur Heldin der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und legte mit ihren Unterstützern einen Meilenstein in der amerikanischen Geschichte: Am 13. November 1956 erklärte der Oberste Gerichtshof der USA die Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln für verfassungswidrig. Rosa Parks stand für ihre Rechte ein, indem sie sitzenblieb – und gab den Anstoß für ein gesellschaftliches Umdenken in den USA.

Besetzung und Stab

Regie :

Pierre Lergenmüller

Land :

Frankreich

Jahr :

2016

Herkunft :

ARTE