Metropolen von unten: St. Petersburg

Ausschnitt (3 Min.)
Verfügbar von 24/09/2018 bis 24/09/2018
Live verfügbar: ja
Nächste Ausstrahlung am Montag, 24. September um 08:00
Sankt Petersburg wurde auf Sumpf und Wasser erbaut. Wer die zweitgrößte Stadt Russlands wirklich verstehen will, muss sie von unten betrachten. Ob U-Bahn-Bau, stillgelegte Bunker, jahrhundertealte Brunnenanlagen oder alternative Musikclubs – unter der Erde präsentiert sich die russische Metropole aus einer für viele unbekannten Perspektive.
Sankt Petersburg, die zweitgrößte Stadt Russlands, ist bekannt als das "Venedig des Ostens" mit imposanten, glänzenden Wahrzeichen wie der Auferstehungskirche, der Isaakskathedrale oder der Eremitage, einem der größten Museen der Welt. Doch kaum jemand ahnt, was sich unter der prachtvollen Metropole verbirgt. Es ist eine verborgene, manchmal magische Welt, mit eigenen Regeln und Herausforderungen. So kümmert sich die Tierärztin Anna Kondratjewa in den Katakomben der Eremitage um die dort hausenden Katzen, deren Vorfahren schon vor Jahrhunderten die Kunstwerke des Museums vor gefräßigen Ratten beschützt haben sollen. Mut und Abenteuerlust sind gefragt, wenn sich Michail, Nikolaj und Alexander, die sich selbst "Digger" nennen, auf ihre halblegalen Entdeckungstouren machen und verfallene Bunker und andere entlegene, unterirdische Ecken der russischen Metropole erkunden. Andere Bunker sind dagegen längst zu neuem Leben erwacht: Das "Griboedov" wurde vor 20 Jahren zu einem Musikclub umfunktioniert und gilt auch heute noch in der jungen Generation als In-Location. Dort darf man – fernab von staatlicher Kontrolle – laut sein und feiern, um am nächsten Morgen in der tiefsten und für viele auch der schönsten Metro der Welt mit Tausenden anderen Bürgern der Stadt wieder zur Arbeit zu fahren. Wer Sankt Petersburg wirklich verstehen will, muss es von unten betrachten.

Regie :

Gerrit Jöns-Anders

Land :

Deutschland

Jahr :

2015

Herkunft :

MDR