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Regisseurin Nurith Aviv verwebt persönliche Erinnerungen mit den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaften über die Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist. Ein Dokumentarfilm zwischen Biografie und Biologie, zwischen dem Körper und den Emotionen, Gedanken, Erinnerungen. Ein neuer, ungewöhnlicher Ansatz für eine filmische Autobiografie.

Die Frage nach der Verbindung zwischen Körper und Psyche zieht sich durch die Geschichte der Menschheit, seit der Antike befasste sich die Philosophie mit ihr. Je nach Epoche, Kultur und Sprache stellt sich die Frage anders – heute beschäftigen sich die Neurowissenschaften damit. Alles, was wir erleben, begreifen und fühlen hinterlässt Spuren in uns, in den Nervenzellen des Gehirns. Diese Parallelwelt, die auf der anderen Seite der persönlichen Biografie liegt, und das Hin und Her zwischen emotionalem Erleben und wissenschaftlicher Erkenntnis erkundet die Regisseurin wie Alice hinter den Spiegeln. Über ihre persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen nähert sich Nurith Aviv in „Poetik des Gehirns“ den Entdeckungen der Neurowissenschaften über die Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist. Ihre Biografie wird Ausgangspunkt einer ungewöhnlichen Reise. Der rote Faden, der Erinnerungen, Träume, Körper, Sprache und Gerüche miteinander verbindet, sind einige Fotos aus der Kindheit, zwei Orte (Tel Aviv und Paris) und sechs Wissenschaftler: Neurobiologen, Neurophysiologen, Psycholinguisten und Psychoanalytiker. Aviv verwebt ihre Biografie mit den Aussagen der Wissenschaftler, die ein anderes Licht, einen anderen Blick werfen auf die Beziehungen zwischen Körper und Geist. Eine Reise zwischen Erinnerung und Traum, mit „Umwegen“ durch den Körper, die Sprache, den Geruch, die Erfahrungen eines Menschenlebens.

  • Regie :
    • Nurith Aviv
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2015
  • Herkunft :
    • ZDF