Die Karikatur: Kunst und Provokation!

1 Min.
Verfügbar von 07.01.2018 bis 15.01.2018
Nächste Ausstrahlung : Samstag, 3. Februar um 06:20

Wer waren die Vorbilder der französischen Cartoonisten Cabu, Wolinski und Charb, die bei dem Terroranschlag auf die Redaktion der Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" ums Leben kamen? Die Dokumentation geht ins späte 18. Jahrhundert und das 19. Jahrhundert zurück, eine Blütezeit der Satire-Zeichnung in Europa.

Satire und Karikaturen haben einen hohen Stellenwert auch in Frankreich. Die bedeutendste satirische Wochenzeitung ist der 1915 gegründete „Canard enchaîné“. Die Tageszeitung „Le Monde“ druckt täglich eine Karikatur des Zeichners Plantu auf ihrer Titelseite. Auch „Charlie Hebdo“ ist zum Symbol geworden, für Pressefreiheit, für Aufklärung und Menschenrechte. Ob Pamphlet oder Zeichnung, Malerei oder Skulptur – die Karikatur ist so alt wie die Menschheitsgeschichte, wurde aufgrund ihrer geringen Verbreitung und der allgegenwärtigen Zensur in Europa lange als „niedere Kunst“ betrachtet. Erst im späten 19. Jahrhundert erhielt sie ihren festen Platz in der englischen, französischen und deutschen Presse und wurde von Pionieren wie James Gillray, Honoré Daumier und Heinrich Heine salonfähig gemacht. Provokant, respektlos, gnadenlos: Karikaturen üben Kritik an gesellschaftlichen und politischen Zuständen, haben aber durchaus immer auch eine künstlerische Dimension. Sie machen auf Missstände aufmerksam, indem sie Situationen, Ereignisse und Personen überzeichnen und lächerlich machen. Die Dokumentation zeichnet die Geschichte der Karikatur nach und sucht nach den Vorbildern der Redakteure von „Charlie Hebdo“. Eine Hommage an alle Zeichner, die das Genre vor mehreren Hundert Jahren in den Rang der Kunst erhoben.

Besetzung und Stab

Regie :

Laurence Thiriat

Land :

Frankreich

Jahr :

2015

Herkunft :

ARTE F

Bonus und Ausschnitt

Die Karikatur: Kunst und Provokation!

3 min