Grüße aus Fukushima

Ausschnitt (3 Min.)
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 19. Februar um 01:05
Die junge Deutsche Marie begibt sich in einer Lebenskrise nach Japan, um mit der Organisation Clowns4Help die Opfer der atomaren Katastrophe von 2011 zu unterhalten. Dort begegnet sie Satomi, die trotz Warnungen zu ihrem in der Sperrzone gelegenen, verwüsteten Haus zurückkehren will. - Doris Dörries einfühlsamer Schwarz-Weiß-Film hatte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2016.
Marie steckt in einer Lebenskrise. Sie flüchtet aus ihrem traurigen Alltag ins japanische Fukushima, wo sie als Clownin den Überlebenden des atomaren Super-GAUs ein wenig Spaß und Freude bringen möchte. Marie merkt schnell, dass die in einem Übergangslager nahe ihrer zerstörten Heimat lebenden Menschen auf die Bemühungen der Fremden allenfalls höflich distanziert reagieren. Als Marie bereits den Entschluss gefasst hat, nach Deutschland zurückzukehren, trifft sie auf Satomi, eine ältere Geisha, die wild entschlossen ist, in ihr fast zerstörtes Haus in der für Menschen gesperrten Todeszone zurückzukehren. Gemeinsam machen sie sich daran, das Haus von Schutt zu befreien, es wieder halbwegs bewohnbar zu machen. Die grazile Satomi bringt der eher ungelenken Deutschen nach und nach die Eleganz und Rituale bei, die ursprünglich ihre Schülerin Yuki von ihr hätte lernen sollen. Doch die ist Opfer des Tsunamis geworden und sucht seither ihre Lehrmeisterin allnächtlich als Geist heim. Marie erfährt, dass beide auf demselben Baum Zuflucht gesucht hatten und Satomi sich heftige Vorwürfe macht, dafür verantwortlich zu sein, dass ihre Schülerin den Halt verlor. Nur knapp kann Marie den Selbstmord Satomis verhindern, die sich an dem Ast aufhängen möchte, von dem sie angeblich Yuki gestoßen hat. Nach der Rückkehr von einer gemeinsamen Reise zu Satomis Verwandten kann Marie dem Geist der jungen Geisha eine Puppe übergeben und ihn damit besänftigen.

Regie :

Doris Dörrie

Drehbuch :

Doris Dörrie

Produktion :

Olga Film Produktion
Rolize GmbH & Co. KG
Constantin Film Produktion
ZDF
ARTE

Produzent/-in :

Harald Kügler
Molly von Fürstenberg

Kamera :

Hanno Lentz

Schnitt :

Frank Müller

Musik :

Ulrike Haage

Mit :

Rosalie Thomass (Marie)
Aya Irizuki (Toshiko)
Kaori Momoi (Satomi)
Nanoko (Yuki)

Kostüme :

Tony Crosbie
Katharina Ost

Redaktion :

Caroline von Senden
Olaf Grunert
Andreas Schreitmüller

Ton :

Giles Khan
Michael Vetter

Land :

Deutschland

Jahr :

2016

Herkunft :

ZDF