Kinogeschichten
... aus dem wahren Leben

(53 Min.)
Verfügbar von 04/04/2018 bis 18/04/2018
Live verfügbar: ja

Von Jack the Ripper bis zum Mordfall Jean-Claude Romand - immer wieder inspirieren reale Kriminalfälle Literaten und Filmemacher. Spektakuläre Zeitungsmeldungen aus der Rubrik "Vermischtes" dienen dem Film seit langem als Stoff. Warum sind Regisseure so fasziniert davon? Und: Was erzählen solche Filme über unser Verhältnis zum Ungeheuerlichen und Abnormen?

Von Jack the Ripper über den Zodiac-Killer und den „Vampir von Düsseldorf“ bis hin zum Mordfall Jean-Claude Romand – immer wieder inspirieren Meldungen über wahre Verbrechen die Filmgeschichte. Bereits Anfang der 30er Jahre interessierten sich zwei der größten Filmemacher des 20. Jahrhunderts für solche Kriminalfälle. In „Der Mieter“ widmete sich Alfred Hitchcock einem der faszinierendsten und geheimnisvollsten Verbrecher überhaupt: Jack the Ripper. Wenige Jahre später diente der „Vampir von Düsseldorf“ als Vorlage für Fritz Langs „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“. Seither bedient sich das Kino der großen Kriminalfälle, durchfortstet die Zeitungsmeldungen nach Serienmördern und niederen menschlichen Trieben. Warum sind Filmemacher so fasziniert davon? Und: Was verraten diese Filme über unsere Gesellschaft? Sie sind offenbar deshalb so packend, weil in ihnen das Alltägliche ins Grausame oder Obszöne verkehrt wird. Der Zuschauer kann sich in die Person hineinversetzen, die Angst hat, und gleichzeitig in die, die Angst macht. Solche Verbrechen werden als Indikator für eine Gesellschaft gesehen, um die es schlecht steht, und als Mittel des Kinos, über die moderne Welt nachzudenken. In „Kinogeschichten“ spricht Frédéric Bonnaud mit Nicole Garcia, den Dardenne-Brüdern, Laurent Cantet, Cédric Anger, Joachim Lafosse, Romuald Karmakar und Roberto Turigliatto über ihre Passion für Kriminalgeschichten aus dem realen Leben.

Regie :

Florence Platarets

Land :

Frankreich

Jahr :

2013

Herkunft :

ARTE F
  • Bonus und Ausschnitt
Kinogeschichten

3 min