Vor der Morgenröte

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Verfügbar am 21/11
Live verfügbar: ja
Nächste Ausstrahlung am Mittwoch, 21. November um 20:15
Audiodeskription
Aus dem Leben des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig im Exil: Auf dem Höhepunkt seines Ruhms wird er von den Nazis in die Emigration getrieben und verzweifelt angesichts des Wissens um den Untergang Europas, den er schon früh voraussieht. - Brillant besetzter Film (2016, Regie: Maria Schrader) über das Verlieren der alten und das Suchen nach einer neuen Heimat.
Rio de Janeiro, Buenos Aires, New York, Petrópolis sind vier Stationen im Exil von Stefan Zweig, die ihn trotz sicherer Zuflucht, gastfreundlicher Aufnahme und überwältigender tropischer Natur keinen Frieden finden lassen und ihm die Heimat nicht ersetzen können. Ein bildgewaltiger historischer Film über einen großen Künstler und dabei ein Film über die Zeit, in der das intellektuelle Europa auf der Flucht war. In dem Filmdrama sind die Figuren auf der Flucht vor dem Völkermord tragische Figuren. Denn sie sind ihrem von Glück gezeichneten Davongekommensein geradezu ausgeliefert. Der Film spielt inmitten idyllischer Sommerlandschaften und Zweig strahlt ostentativ Courage und Lebensfreude aus. Doch dieses innere Aufbäumen gegen die Resignation täuscht eben nicht über die tiefe Melancholie des Schriftstellers hinweg, der sich mit Fragen nach Gerechtigkeit konfrontiert sieht. Denn es ist das Privilegium einer Handvoll Intellektueller, aber doch eines verschwindend kleinen Teils der Gesellschaft. Zweig beantwortet die Frage nach Gerechtigkeit auf seine Weise. Zusammen mit seiner zweiten, sehr viel jüngeren Frau Lotte nimmt er im Februar 1942 eine Überdosis Schlaftabletten. „Vor der Morgenröte“ ist brillant besetzt: Josef Hader ("Der Knochenmann", "Das ewige Leben") glänzt in der Hauptrolle des berühmten österreichischen Schriftstellers und Pazifisten Stefan Zweig. An Haders Seite überzeugen Barbara Sukowa ("Hannah Arendt") als seine erste Frau Friderike, Aenne Schwarz ("Zeiten ändern Dich") als seine vertraute Sekretärin und zweite Frau Lotte sowie Matthias Brandt („Das Zeugenhaus“, „Ein großer Aufbruch“, „Männertreu“) in der Rolle des Berliner Verlegers Ernst Feder und Charly Hübner ("Junges Licht", „Bornholmer Straße“, "Eltern") vor der Kamera von Wolfgang Thaler ("Theeb", "Paradies"-Trilogie, "Whores' Glory", "Import Export).

Regie :

Maria Schrader

Drehbuch :

Jan Schomburg
Maria Schrader

Produktion :

Idéal Audience
Maha Productions
Dor Film Produktionsgesellschaft
BR
WDR
ARTE France Cinéma
ORF
X Filme Creative Pool

Produzent/-in :

Stefan Arndt
Danny Krausz
Denis Poncet
Uwe Schott
Pierre-Olivier Bardet
Kurt Stocker

Kamera :

Wolfgang Thaler

Schnitt :

Hansjörg Weissbrich

Musik :

Tobias Wagner

Mit :

Josef Hader (Stefan Zweig)
Barbara Sukowa (Friderike Zweig)
Aenne Schwarz (Lotte Zweig)
Matthias Brandt (Ernst Feder)
Charly Hübner (Emil Ludwig)
André Szymanski (Joseph Brainin)
Lenn Kudrjawizki (Samuel Malamud)
Vincent Nemeth (Louis Piérard)

Land :

Deutschland
Österreich

Jahr :

2016

Herkunft :

BR
ARTE F