Russlands Pferde
Steppenreiter und Ackergäule

43 Min.
Verfügbar: vom 14. August 2017 bis zum 12. November 2017
Einen Frühling lang haben die Filmemacher Thorolf Lipp und Anastasia Vinokurova Tuwa und Baschkortostan bereist und konnten einen Blick in archaische Pferd-Mensch-Beziehungen werfen, bei denen für Sentimentalität im Umgang mit dem Tier wenig Platz ist. Tuwinische Steppenreiter messen sich im Langstreckenrennen, und baschkirische Ackergäule leisten harte Arbeit vor dem Pflug.
Seit vielen Tausend Jahren züchten die Völker der asiatischen Steppen schnelle und ausdauernde Pferde. Skythen, Mongolen und Turkvölker – sie alle benötigten zähe Reittiere, um zu jagen, das Vieh zu hüten und Kriege zu führen, die sie halb Europa überrennen ließen. In der russischen Republik Tuwa an der Grenze zur Mongolei sind Pferde bis heute unerlässlicher Bestandteil des kulturellen Selbstverständnisses. Viele Tuwiner sehen sich immer noch als furchtlose Steppenreiter und wollen sich, wie der zwölfjährige Aschikpaj Irgit, mit anderen im Pferderennen messen. 3.000 Kilometer weiter westlich, am Fuße des Ural, liegt die Republik Baschkortostan, eine der fruchtbarsten Regionen innerhalb der russischen Föderation. Trotz des natürlichen Reichtums lebt die Bevölkerung oft unter einfachsten Bedingungen. Im Dorf Nukatowo wird ganz selbstverständlich Landwirtschaft für die Selbstversorgung betrieben. Dort sind die Pferde genügsame Arbeits- und Nutztiere: Ackergäule, aber auch Fleisch- und Milchlieferanten. Wobei das Traditionsgetränk Kumis, gegorene Stutenmilch, heute nicht mehr unbedingt jedem schmeckt.

Besetzung und Stab

Regie :

Thorolf Lipp
Anastasia Vinokurova

Land :

Deutschland

Jahr :

2016