Kulissen des Kultkinos
Auf den Spuren von Amélie Poulain

44 Min.
Verfügbar: vom 13. Dezember 2017 bis zum 19. Januar 2018
Nächste Ausstrahlung : Mittwoch, 20. Dezember um 18:35
Untertitel für Gehörlose
Von Abbesses bis Sacré Coeur, vom Canal Saint-Martin bis zur Gare de l’Est – die Welt von Amélie Poulain steckt voller Fantasie, Nostalgie und einem Hauch Magie. Die Figuren aus "Die fabelhafte Welt der Amélie" scheinen einem Technicolor-Märchen entsprungen zu sein, doch man kann sie tatsächlich in den versteckten Winkeln von Paris treffen, sofern man weiß, wo man suchen muss.
Von Abbesses bis Sacré-Cœur, vom Canal Saint-Martin bis zum Gare de l’Est – die Welt von Amélie Poulain steckt voller Fantasie, Nostalgie und einem Hauch Magie. Eines Tages beschließt die schüchterne Kellnerin, anderen Menschen zu helfen, und verändert damit ihr Schicksal. Das gebrochene Herz ihrer Concierge heilen oder die Spur ihres Traumprinzen aufstöbern, Amélie widmet sich heimlich zahlreichen Aufgaben, die ein wenig Glück und Poesie um sie herum verbreiten. Die Figuren aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“ scheinen einem Technicolor-Märchen entsprungen zu sein, doch man kann sie tatsächlich in den versteckten Winkeln von Paris treffen, sofern man nur weiß, wo man suchen muss.
Der Streifzug durch die französische Hauptstadt folgt Menschen durch Paris, die anderen den Alltag verschönern und auf ihre Weise positiv zum großen Ganzen beitragen möchten. Er führt in ein nostalgisches Schneekugel-Paris, das nichts mit dem echten, modernen Paris zu tun zu haben scheint. Die Spurensuche beginnt in Montmartre im Bistro „La Midinette“, einer wahren Pariser Institution, wo die Concierge Sonia, eine Zugehfrau für über 90-Jährige, regelmäßig zu Mittag isst. Im Anschluss geht es mit einer Vélosolex, mittlerweile einem Sammlerobjekt, das Nostalgiker schwärmen lässt, auf Erkundungstour – mit Halt am Gare de l’Est, der mit seiner faszinierenden Architektur lange Zeit als einer der schönsten Bahnhöfe der Welt galt.
Nachts, wenn der Eiffelturm zu einem Leuchtturm wird und sich im Canal Saint-Martin die Sterne spiegeln, senkt sich Ruhe über die Stadt. Jetzt gibt es frische Ware im größten Lebensmittelgroßmarkt der Welt – Rungis. Hier kaufen Restaurantbesitzer wie Stéphane vom Bistro „La Midinette“ am frühen Morgen ganz besondere Produkte ein.
Auch im Viertel Sèvres-Babylone legt der Trubel manchmal eine Pause ein – wie im Deyrolle, einem zauberhaften Kuriositätenkabinett in der Rue du Bac 46, das auf ausgestopfte Tiere spezialisiert ist. Weiter geht es mit dem Streetart-Künstler Thoma Vuille, der seit 2000 die Fassaden in Metropolen wie New York, Tokio oder Hongkong mit einer optimistisch lachenden Katze verziert. 2002 verlieh er seiner gelben Katze zwei Flügel, damit sie, ähnlich wie die Taube, die Freiheit verkörpert.
Alain Bonhomme wiederum kümmert sich um die alten Schleusen am Canal Saint-Martin; er lebt in seiner eigenen stillen und entschleunigten Welt. Wie bei Amélie Poulain herrscht bei Alain eine andere Zeitdimension. Und dann wäre da noch Christelle, die den Bürgern von Paris per Boot lokales Obst und Gemüse aus dem Umland bringt. Und nicht zuletzt Oscar Comtet, der in einer versteckten grünen Oase ein romantisches kleines Hotel am Montmartre führt, wo er sogar eigene Hühner hält. Und es gibt noch andere unbeugsame Bewohner, die es vorziehen, versteckt zu leben: Im Herzen von Montmartre trainieren die Mitglieder eines Pétanque-Clubs an einem geheimen Ort.
Paris gefällt Amélie Poulain deshalb so gut, weil die Stadt genau wie sie voller Geheimnisse und Wunder steckt. Einige der Menschen, die diese Stadt bewohnen, haben wie die Filmcharaktere eine besondere Wesensart, dieses gewisse Etwas, das dem Leben einen Hauch Poesie, Witz und Magie verleiht.

Besetzung und Stab

Regie :

Vincent Trisolini

Land :

Frankreich

Jahr :

2017

Herkunft :

ARTE