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Europa: Im Osten was Neues?

27 Min.
Verfügbar von 28/04/2018 bis 27/04/2019
Live verfügbar: ja
Der bulgarische Politologe Ivan Krastev befürchtet, dass ein Zerfall der EU begonnen habe. Die Migrationskrise spiele dabei die Rolle des "europäischen 11. September". Sie hätte zu einer moralischen Panik an den südöstlichen Grenzen der EU geführt. Mit Blick auf Krestev analysiert Dominique Reynié, Doktor in Politikwissenschaften, die Situation.

Die Migrationskrise drohte die Europäische Union zu spalten. Gemäß ihrer Geschichte und ihrer geographischen Lage erlebte nicht jede Mitgliedsnation die Krise auf gleiche Weise. In Frankreich und Deutschland ist man es gewohnt, sich oftmals auf westeuropäische Themen zu konzentrieren. Doch das sind selten die relevanten Probleme in Ost- und Südosteuropa. Der bekannte bulgarische Politologe Ivan Krastev befürchtet sogar, dass ein Zerfall der Gemeinschaft begonnen habe. Die Migrationskrise würde der europäische 11. September sein. Sie hätte zu einer moralischen Panik an den südöstlichen Grenzen der EU und so zu einer starken Feindlichkeit gegenüber "kosmopolitischen Werten" geführt. Als Erben einer starken nationalen kulturellen Identität, einer kommunistischen Vergangenheit und einer Enttäuschung über die Versprechen ihrer Integration in Europa befinden sich einige Länder mit den EU-Vorstellungen im Widerspruch. Mit Blick auf Krastev analysiert Dominique Reynié, Doktor in Politikwissenschaften, die Situation mit westeuropäischem Blick.

 


Land :

Frankreich

Jahr :

2018

Herkunft :

ARTE