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Vegan - Eine neue Ideologie?

27 Min.
Verfügbar von 06/01/2018 bis 05/01/2019
Live verfügbar: ja

Vegetarische Ernährung ist keine Erfindung von Gesundheitsaposteln oder Marketingexperten. Ob im indischen Jainismus oder im antiken Griechenland, der Verzicht auf Fleisch ist nicht neu. Doch wie sieht das beim Veganismus aus? Vegan ist so populär, dass der Begriff selbst in Supermärkten als Kaufargument dient. Die Anhänger der Bewegung lehnen jede "Tierausbeutung" ab.

Vegetarische Ernährung ist keine Erfindung von Gesundheitsaposteln oder Marketingexperten. Das gibt es schon seit Jahrtausenden. Ob im indischen Jainismus oder im antiken Griechenland, der Verzicht auf Fleisch ist nicht neu. Doch wie sieht das beim Veganismus aus?
Vegan ist so populär, dass der Begriff selbst in Supermärkten als Kaufargument dient. 1944 wurde die Vegan Society in England gegründet. Auch die Nachkommen der Gründer dieser Bewegung lehnen jede "Tierausbeutung" ab. Sie essen kein Fleisch, Fisch, Eier, Milch oder andere tierische Produkte. Sie tragen keinen Pelz oder nutzen andere von Tieren gewonnene Materialien wie Leder, Wolle und Seide. Veganismus ist eine Bewegung, die gegen das Leid und die Versklavung von Tieren kämpft und die eigene Lebensweise den ideellen Zielen unterwirft, eine Bewegung, die sich für eine bessere Umwelt engagiert. Für die Verfechter ist Veganismus keine Diät, sondern eine soziale und politische Ethik, die den Zweck hat, die Stellung des Menschen innerhalb seiner Umwelt zu verändern. Die Aktivistin Ophélie Véron ist eine der Verfechterinnen. Sie war Miss Bio 2015 und hat an der Sorbonne, in Oxford und London studiert. Der international bekannte Lebensmittelhistoriker Massimo Montanari vergleicht die neuen Ver- und Gebote mit den von ihm analysierten Wurzeln des Veganismus.​


Land :

Frankreich

Jahr :

2017

Herkunft :

ARTE