Almost there

77 Min.
Verfügbar von 03/09/2018 bis 09/10/2018
Live verfügbar: ja
Drei Männer machen sich im Herbst ihres Lebens nochmals auf die Suche: Bob tauscht sein Zuhause gegen ein Wohnmobil und forscht nach dem Kerl in sich. Dragqueen und Comedian Steve hat genug vom garstigen England und versöhnt sich mit seiner Vergangenheit. Und Yamada gewinnt durch das Vorlesen von Kinderbüchern sein Lächeln zurück. Ein Film über Zeit, Würde und Vergänglichkeit.
Was geschieht, wenn man zum ersten Mal den Vorhang lüftet und einen Blick auf die Kulissen des letzten Akts des eigenen Lebens wirft? Regisseurin Jacqueline Zünd inszeniert nach ihrem vielfach preisgekrönten Erstling „Goodnight Nobody“, in dem sie atmosphärisch dicht dem Zustand der Schlaflosigkeit nachspürte, auch hier gekonnt kondensierte Wirklichkeit, herausdestilliert aus jahrelangen, intensiven Recherchen. Sie widmet sich einer Stimmung von sanfter Melancholie sowie der Erfahrung existenzieller Einsamkeit, in der die Menschen ganz auf sich selbst zurückgeworfen sind. Denn ihren Protagonisten stellt sich die Frage, wer man ist, wenn plötzlich alle sinnstiftenden Elemente wie Arbeit, Kinder oder Lebenspartner wegbrechen. Wie begegnet man dem Gespenst der Nutzlosigkeit in unserer arbeitsorientierten, von protestantischer Ethik geprägten Gesellschaft? „Für mich erzählt mein Film nicht primär vom Altern, sondern vom Leben und den existenziellen Fragen, die sich aufdrängen. Es sind Fragen, die schon in jungen Jahren aufflackern, sich später jedoch mit dem Bewusstsein der Endlichkeit zuspitzen“, präzisiert Jaqueline Zünd. In stilisierten, sorgfältig arrangierten Bildern von ausgesuchter Schönheit entsteht so eine zarte Studie darüber, wie nahe Leere und Erfüllung oft beieinanderliegen.

Regie :

Jacqueline Zünd

Land :

Frankreich
Schweiz

Jahr :

2015

Herkunft :

ARTE
SSR
Bonus und Ausschnitt

Almost there

3 min