Verdun
Sie werden nicht durchkommen!

2 Min. (Ausschnitt)
Verfügbar: 07/11/2017 bis zum 15/11/2017
Von Februar bis Dezember 1916 lieferten sich Franzosen und Deutsche einen erbitterten Kampf im Osten Frankreichs. Bei der Schlacht von Verdun verloren mehr als 300.000 Menschen ihr Leben. Heute erscheint der mörderische Stellungskrieg absurd. Warum waren die Soldaten damals bereit zu kämpfen?
Die Hölle von Verdun: Vor über 100 Jahren, am 21. Februar 1916, startete die fünfte Armee des deutschen Heeres den Angriff auf die französischen Stellungen. Ende des Jahres war sie wieder auf ihre Anfangsposition zurückgeworfen. Das zehnmonatige Ringen um die französische Festung Fort Douaumont war eine der blutigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs. Ohne die Unterstützung ihrer Verbündeten standen sich die beiden Nationen in einem mörderischen Stellungskrieg frontal gegenüber und bezahlten einen hohen Preis: Mehr als 300.000 Soldaten verloren ihr Leben auf den Schlachtfeldern von Verdun. Heute scheint diese Schlacht absurd. Sie forderte auf beiden Seiten fast gleich viele Menschenleben, ohne militärisch tragfähige Ergebnisse zu erzielen. Doch 1916 fanden die deutschen und französischen Soldaten diese Schlacht nicht sinnlos. Warum waren sie bereit zu kämpfen? Mit Unterstützung des US-amerikanischen Historikers Professor Paul Jankowski von der privaten Brandeis University in Waltham, Massachusetts, ergründet der Dokumentarfilm die Hintergründe. Er fragt nach den politischen Motiven beider Lager, beleuchtet den Kriegsalltag der Soldaten, ihre Träume und Ängste und trennt die Wirklichkeit vom Mythos dieses „Duells vor den Augen der Welt“, wie der Lyriker und Philosoph Paul Valéry (1871-1945) die Schlacht von Verdun einst beschrieben hatte. Warum haben sich Deutsche und Franzosen damals bekämpft? Aus Nationalismus? Aus Kriegsroutine? Oder waren es andere Gründe? Heute ist Verdun Symbol für die industrialisierten Menschen- und Materialschlachten, für die Gräuel, Sinnlosigkeit und Unmenschlichkeit des Ersten Weltkriegs. In dem ehemaligen Kampfgebiet liegen 40 französische und 30 deutsche Soldatenfriedhöfe. Insgesamt 170.000 Gefallene sind dort begraben.

Besetzung und Stab

Regie :

Serge de Sampigny

Land :

Frankreich

Jahr :

2014