Eine Zwergschule in den Bergen

118 Min.
Verfügbar vom 04/02/2019 bis 04/05/2019

Ein Jahr in einer kleinen Schule im Jura: Sechs- bis Zwölfjährige lernen hier gemeinsam in einem Klassenzimmer. Ihr ganz besonderer Lehrer: Gilbert Hirschi. Er lehrt hier seit 42 Jahren und begeistert jedes Kind. Der Dokumentarfilm vermittelt ein berührendes Bild von der intensiven zwischenmenschlichen Beziehung, die ein Lehrer aufgrund seiner Werte mit seinen Schülern unterhält.

Die Ecole Primaire Intercommunale de Derrière-Pertuis liegt etwas verlassen im Jura auf 1.153 Meter Höhe in einer Region, die von den Einheimischen „La Montagne“ genannt wird. Der Film „Tableau noir - Eine Zwergschule in den Bergen“ taucht ein in die dortige Lebenswelt der Schüler. Sechs- bis Zwölfjährige werden hier gemeinsam in einem Klassenzimmer unterrichtet.
Geprägt wird die Schule durch einen außergewöhnlichen Lehrer: Gilbert Hirschi. Seit 42 Jahren ist er mit vollem Herzen dabei und motiviert jeden Schüler, egal wie schwierig er auch sein mag. Er betrachtet das Lehrersein nicht als Funktion, sondern als Mission. Und die Kinder lieben ihn!. Er lässt die Schüler selbst experimentieren, streiten, kämpfen, gewinnen und verlieren. Ein Lehrer mit Leib und Seele: einer, der den Schulbus bei Wind und Wetter noch selbst über die Jurahöhen chauffiert.
Die Stunden mit Gilbert Hirschi sind kein klassischer Unterricht. Neben Mathematik wird mit den Kindern unter anderem gekocht, geschnitzt und Ski gefahren. Das Resultat: die Kinder sind extrem ehrlich, verantwortungsvoll und selbstständig. Während eines Schuljahres hat der Filmemacher Yves Yersin das Leben und die Atmosphäre in dieser kleinen Schule dokumentiert. Dabei zeigt er auch ihre familiäre Umgebung und situiert die Schule im sozialen Umfeld von „La Montagne“.
Der Dokumentarfilm begleitet den Lehrer und seine letzte Klasse durch ein entscheidendes Schuljahr. Denn die kleine Gesamtschule überlebt nicht. 2008 schließt sie. „Adieu Monsieur le professeur“ singen die Eltern und Kinder zum Abschied. Was bleibt, ist die Erinnerung an einen bunten und anregenden Unterricht in einer Schweizer Gesamtschule hoch oben auf einem Berg.
Der Film nähert sich seinen Themen auf impressionistische, subjektive Art. Er ist die Chronik einer Alltagswirklichkeit, wobei die die Bilder und Originaltöne für sich sprechen, sie bleiben unkommentiert. Er vermittelt ein berührendes Bild von der intensiven zwischenmenschlichen Beziehung, die ein Lehrer aufgrund seiner Werte und Überzeugungen, mit seinen Schülern unterhält.


Regie :
Yves Yersin
Land :
Schweiz
Jahr :
2013
Herkunft :
NDR