Inseln der Zukunft

Madeira - Kampf um Wasser und Strom

53 Min.
Verfügbar vom 30/01/2019 bis 28/02/2019
Untertitel für Gehörlose
Auf der Insel Madeira macht man sich ein bisschen mehr Gedanken über Wasser und seine Kraft als in anderen Gegenden der Welt - und das schon seit langer Zeit. Bereits seit dem 15. Jahrhundert nutzen und perfektionieren die Madeirer ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem. Nach 600 Jahren wollen sie nun die Kraft des Wassers nutzen, um die Tür in eine grünere Zukunft aufzustoßen.
Auf der Atlantikinsel Madeira wollen Ingenieure einen Traum verwirklichen. Sie haben dort einen riesigen Speicher für Windenergie gebaut, um umweltfreundlichen Ökostrom auch dann zu erzeugen, wenn kein Wind weht. Die Insel will die Wasser-, Wind- und Solarenergie in den kommenden Jahren weiter ausbauen und schon im Jahr 2020 die Hälfte des Stroms mit Hilfe erneuerbarer Energien gewinnen. Zum Vergleich: Die EU plant bis zum Jahr 2030 einen Anstieg der Ökostrom-Produktion auf lediglich 27 Prozent. Das Leben auf der Insel fernab vom Mutterland Portugal hat die Bewohner Madeiras schon immer erfinderisch gemacht. Sie haben ihre Insel mit einem Netz von Bewässerungskanälen durchzogen, um Wasser aus dem regenreichen Norden der Insel an die trockene Südküste zu leiten, wo die meisten Menschen leben. Diese „Levadas“ genannten Kanäle führen durch schroffe Bergtäler und durch immergrüne Bergwälder und machen Madeiras Küste zu einem blühenden Paradies. Die spektakuläre Natur zieht jedes Jahr mehr Touristen an. Diese vielen Besucher mit Wasser und klimafreundlichem Strom zu versorgen, wird zur Herausforderung für die Insulaner. Der Film begleitet Ingenieure, Biologen, Bauern und einen Levadero, einen der traditionellen Wasserverteiler Madeiras, bei ihrer Arbeit. Sie alle wollen, dass es auch in Zukunft noch genügend Wasser und Strom auf ihrer Insel gibt und dass das größte Kapital der Ferieninsel, ihre grandiose Natur, erhalten bleibt.

Regie :

Frank Nischk

Land :

Deutschland

Jahr :

2015

Herkunft :

ARTE