Die Siedler der Westbank (1/2)Die Prophezeiung

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51 Min.
Verfügbar vom 31/07/2020 bis 01/10/2020

Die jüdische Besiedlung des Westjordanlands begann vor über 50 Jahren und hat heute ungeahnte Ausmaße angenommen. "Die Siedler der Westbank" verbindet historische Analysen und Einblicke in die Gesellschaft der jüdischen Gemeinschaften. Wie unabhängig sind sie wirklich von der israelischen Regierung, und wie beeinflussen sie den Friedensprozess im Nahen Osten?

Die Besiedlung des Westjordanlandes durch israelische Familien begann vor über fünf Jahrzehnten. Der zweiteilige Dokumentarfilm "Die Siedler der Westbank" blickt auf die Geschichte der Besiedlung, analysiert die politischen Hintergründe und läßt die Siedler selbst zu Wort kommen.
Nach dem sog. Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzten die israelischen Streitkräfte das Westjordanland, Ost-Jerusalem, die Golanhöhen, den Gazastreifen sowie die Sinaihalbinsel. Israel mit den besetzten Territorien war damit über dreimal so groß wie vorher, zwischen der Unabhängigkeit 1948 und 1967. Tausende von Siedlern ließen sich nun in den besetzten Gebieten nieder. Die Siedler spiegelten die gesamte Bandbreite der israelischen Bevölkerung wider. Sie waren unterschiedlicher Abstammung, hatten unterschiedliche Sichtweisen und kamen aus verschiedensten sozioökonomischen Milieus.
Der heute 70-jährige Regisseur Shimon Dotan diente fünf Jahre in einer Eliteeinheit der israelischen Marine und produzierte über 20 Spiel- und Dokumentarfilme. Auf Grund seiner Reputation als Autor und Regisseur in Israel wurde er in die Häuser und Familien der Siedler eingeladen, hörte zu, stellte Fragen und konnte den Akteuren der Siedlerbewegung sehr nahe kommen. Dies wird im Film immer wieder sichtbar und spürbar. Wenn zum Beispiel Sarah und Baruch Nachshon von ihren zehn Kindern und über 70 Enkelkindern erzählen. Eines ihrer Kinder verstarb im Alter von sechs Monaten und wurde in Hebron begraben.
Shimon Dotan sprach auch mit Politikern, Angehörigen des Militärs, des Inland-Geheimdienstes Shin Beth, mit Juristen, Historikern, Theologen und Philosophen. Mit dem Lied "Ich glaube an das Kommen des Messias" endet der Film.


  • Regie :
    • Shimon Dotan
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2014
  • Herkunft :
    • ARTE F