Die gefährlichsten Schulwege der Welt
Mexiko

Ausschnitt (2 Min.)
Verfügbar von 06/10/2018 bis 12/10/2018
Live verfügbar: ja
Nächste Ausstrahlung am Samstag, 6. Oktober um 19:30

Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel hat ARTE sich noch einmal auf die Spuren der gefährlichsten Schulwege der Welt begeben. In dieser Folge: Für die Kinder der mexikanischen Tarahumara, eines der letzten Indianerstämme Amerikas, bedeutet der gefährliche Weg zur Schule die Aussicht auf ein besseres Leben.

Die Kupferschlucht in Nordmexiko gehört wohl zu den beeindruckendsten Naturlandschaften der Welt: Fast zwei Kilometer tiefe Schluchten durchziehen den gewaltigen Gebirgszug. Hier ist das Volk der Tarahumara zu Hause, einer der letzten Indianerstämme Amerikas. Weit abgeschieden leben sie unter Felsüberhängen oder in Höhlen fernab der Zivilisation. Die Familien haben weder fließendes Wasser noch Strom, geschweige denn Geld für gute Kleidung. Der gefährliche Weg zur Schule bedeutet für die Kinder die Aussicht auf ein besseres Leben. In den verwinkelten Tälern der Barranca del Cobre machen sie sich auf den Weg. Vom tiefsten Punkt des Canyons müssen die Schüler bis auf rund 1.950 Meter hinaufklettern, denn ihre Schule liegt auf einem Tafelberg. Ein gewöhnlicher Wanderer braucht für diesen Aufstieg drei bis vier Stunden, die Kinder der Tarahumara schaffen ihn in 90 Minuten – allerdings nur, wenn es das Wetter gut mit ihnen meint. Schlechte Witterungsverhältnisse machen ihren Weg nicht nur länger, sondern noch gefährlicher. Denn die Schüler müssen eine rutschige Schlucht passieren und im Anschluss einen reißenden Gebirgsfluss überqueren, der bei Regen extrem anschwellen kann. Oft laufen sie barfuß oder nur mit selbst gemachten Sandalen aus Autoreifen – so rennt es sich am besten. Rennen hilft schließlich auch gegen die Kälte, die den Kindern ihren Schulweg zusätzlich

Regie :

Marc Kosak

Land :

Deutschland

Jahr :

2014

Herkunft :

MDR