Stunde Null - Die Kunstbewegung Zero

53 Min.
Verfügbar von 18/06/2018 bis 17/07/2018
Live verfügbar: ja
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 19. Juni um 02:00

1958 legen die Künstler Otto Piene und Heinz Mack den Grundstein für etwas, das als eine der größten Avantgardebewegungen des 20. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen wird: Die Kunstbewegung ZERO. Die Dokumentation spürt dem Geist von ZERO damals und heute nach.

ZERO nannte sich eine internationale Gruppe von Künstlern der Nachkriegszeit, die 1958 von Heinz Mack und Otto Piene in Düsseldorf gegründet wurde und bis 1966 existierte. Neben der Kerngruppe um Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker entstand ein weiterer Kreis von internationalen Künstlern aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Belgien und der Schweiz. Die Idee eines absoluten Neubeginns der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg führte zu einer neu gewonnenen Freiheit in Hinblick auf Materialien, Farben und Formen. Die ZERO-Künstler orientierten sich unter anderem an den monochromen Bildern von Yves Klein, sie arbeiteten mit Feuer und Wasser, Licht und Rauch und schufen Kunstwerke aus Nägeln, Aluplatten, Spiegeln oder Glas. Mit ihrer puristischen Ästhetik revolutionierten sie das moderne Selbstverständnis von Kunst. 1966 wurde das Ende der Bewegung erklärt, doch in den Werken von Künstlern wie Ólafur Elíasson erhält der Geist von ZERO neue Aktualität. Filmisch taucht die Dokumentation in das optische Spiel mit den Elementen Feuer, Luft und Licht ein. Im Sommer 2014 schlug Otto Piene vor, drei große Luftskulpturen über dem Dach der Neuen Berliner Nationalgalerie in den Himmel aufsteigen zu lassen. Die Filmemacher Anna Pflüger und Marcel Kolvenbach konnten Piene bei der Durchführung der Aktion begleiten und mit ihm ein letztes großes Interview über sein Gesamtwerk führen. Kurz darauf verstarb der Künstler im Alter von 86 Jahren.

Regie :

Anna Pflüger
Marcel Kolvenbach

Land :

Deutschland

Jahr :

2014

Herkunft :

ZDF
  • Bonus und Ausschnitt
Stunde Null - Die Kunstbewegung Zero

2 min