Im Juli

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Ein linkischer Referendar aus Hamburg folgt seiner ihm vermeintlich vorbestimmten großen Liebe durch gleich mehrere Länder Osteuropas bis nach Istanbul, wobei er in zahlreichen turbulenten Abenteuern schließlich in seiner attraktiven Reisebegleiterin die wahre "Frau fürs Leben" erkennt. -Eine flirrend leichte, aber nie seichte Filmerzählung (2000) von Fatih Akin.

Der Referendar Daniel hat noch keine Pläne für die Sommerferien. Also bleibt er erst einmal in Hamburg. Als ihm Straßenverkäuferin Juli einen Ring verkauft, lotst sie ihn kurzerhand zu einer Party. Der etwas steife angehende Beamte ist ihr irgendwie sympathisch. Auf der Party allerdings verliebt er sich in die Türkin Melek und beschließt kurz darauf spontan, ihr nach Istanbul zu folgen. Dorthin ist Melek nach der Party aufgebrochen. Und dort will Daniel sie wiedersehen. Mit dem schrottreifen Auto seines Nachbarn und Juli als Anhalterin begibt sich Daniel auf eine chaotische Reise auf der Suche nach der Liebe. Kaum auf der Straße, erleiden sie eine Autopanne und müssen die Nacht in einer Pension verbringen. Doch Daniel nimmt Julis Annäherungsversuche nicht wahr und dämpft ihre Abenteuerlust. Dank des leichtlebigen Lkw-Fahrers Leo kann ihre Fahrt gen Istanbul weitergehen. Während einer Rast eröffnet Leo Juli seine Ambitionen. Als diese ihm aber von ihrer unerfüllten Liebe zu Daniel erzählt, testet Leo dessen Verantwortungsgefühl gegenüber Juli und provoziert ihn mit einem vorgetäuschten sexuellen Übergriff auf sie. Es kommt zur Schlägerei. Juli und Daniel flüchten auf ein Schiff in Richtung Schwarzes Meer. Dort wird Daniel von den Seemännern entdeckt und über Bord geworfen. Kaum wieder an Land, gerät er in eine Falle, wird unter Drogen gesetzt und dabei ausgeraubt. Wie es der Zufall will, trifft er Juli an der bulgarisch-türkischen Grenze wieder. Doch das Glück währt nicht lange – ein heftiger Streit bricht zwischen ihnen aus und Juli zieht ohne Daniel weiter. Wird ihr gemeinsamer Weg hier sein Ende haben? Nach seinem Gangster-Debüt „Kurz und schmerzlos“ überraschte Akin mit einer Sommerkomödie, einem Roadmovie und Liebesfilm. Eine flirrend leichte, aber nie seichte Filmerzählung mit Tempo, rasanten Stunts, immer wieder überraschend in der Dramaturgie, mit sonnendurchwirkten Bildern und einem Schuss Romantik.

  • Regie :
    • Fatih Akin
  • Drehbuch :
    • Fatih Akin
  • Produktion :
    • Wüste Filmproduktion
  • Produzent/-in :
    • Ralph Schwingel
    • Stefan Schubert
  • Kamera :
    • Pierre Aïm
  • Schnitt :
    • Andrew Bird
  • Musik :
    • Ulrich Kodjo Wendt
  • Mit :
    • Moritz Bleibtreu (Daniel Bannier)
    • Christiane Paul (Juli)
    • Mehmet Kurtulus (Isa)
    • Idil Üner (Melek)
    • Jochen Nickel (Leo)
    • Birol Ünel (Kellner)
    • Branka Katic (Luna)
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2000
  • Herkunft :
    • ARTE