Landträume
Havelland

2 Min.
Verfügbar: Nein
Früher war das Havelland die Sommerfrische der Berliner: Ausflugsort, Obstgarten, Kulturlandschaft. Hier wanderte Theodor Fontane, hierher floh Berlins vornehme Gesellschaft vor der staubigen Stadthitze. Die vergangenen Jahrzehnte waren durch Verfall, Brache und Leerstand gekennzeichnet. Doch neuerdings blüht das Havelland überall wieder auf.
Im kleinen Dorf Ribbeck im Havelland herrscht eine unfassbare Birnenvielfalt: Birnenmarmelade, Birnenseife, Birnen-Chutney, Birnentee. Schuld daran ist der Dichter Theodor Fontane. Und Generationen von Deutschlehrern, die ihre Schüler sein Gedicht über den Birnbaum des „Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ auswendig lernen ließen. Dem Nachfahren des legendären Herrn von Ribbeck steckt die Birne auch noch in den Genen. Friedrich-Carl von Ribbeck hat eine kleine Plantage und braut in der alten Familienbrennerei Birnenessig. Der sandige Quarzboden prädestiniert das Havelland für den Obstanbau. Durch den sich schnell erwärmenden Boden erntet man hier süße und saftige Früchte. Die waren schon immer in der nahen Großstadt beliebt. Über die Havel transportierten die Obstbauern ihre Früchte direkt nach Berlin. Das Wasser war und ist die Lebensader dieser Landschaft. Wasser, findet Jens Bödeker, ist auch in der Gartengestaltung der größte Magier. Wo Wasser ist, sprießt Leben. In seinem grünen Refugium genießt er das feuchte Moos unter den nackten Füßen und plant einen Pool, bei dem sich Wasserfläche und Horizont berühren. Schriftstellerin Sybille Zehle hat einen Traumausblick. Ihre geschichtsträchtige Villa liegt direkt am Schwielowsee. Seit zwölf Jahren arbeitet die begeisterte Gärtnerin daran, dass alles wieder so aussieht wie zu den Glanzzeiten der Villa Berglas.

Besetzung und Stab

Regie :

Anne Wigger

Land :

Deutschland

Jahr :

2014