Musik aus der Zeit der Belle Epoque

40 Min.
In der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg - Frankreich hat noch seine Kolonien - singt das zügellose Paris der "Belle Epoque" von Liebe und Sorglosigkeit. Die Dokumentation macht eine musikalische Reise durch die französische Hauptstadt. Auf dem Programm: Zeitgenössische Stars wie Aristide Bruant sowie Juwelen des französischen Chansons.

Die Dokumentation stellt nicht nur die großen Interpreten der Belle Epoque vor – wie Fragson, Polin, Dranem, Yvette Guilbert und viele mehr – präsentiert von einem dynamischen Maurice Chevalier, sondern auch Covers von Chansons aus dieser Zeit durch Künstler der frühen 60er Jahre wie Serge Gainsbourg, Juliette Gréco, Philippe Clay, Jean Richard und Fernandel. Tatsächlich blickte man in den sogenannten Trente Glorieuses, den Jahren des Wirtschaftsaufschwungs nach dem Zweiten Weltkrieg, fasziniert auf die lebendige Euphorie der Belle Epoque zurück, die mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein jähes Ende fand. Zur breiten Palette der Musik, die das Sittenverständnis und die Mentalität der Belle Epoque gut veranschaulicht, gehören romantische Liebeslieder, komischer Bühnenklamauk, schlüpfrige und auch leider auch rassistische Gassenhauer der als Comiques Troupiers bekannten Kabarettisten in Soldatenverkleidung, immer wiederkehrende Refrains beliebter Ohrwürmer, Texte über die gesellschaftliche Atmosphäre jener Zeit und die Energie des Ragtime. Die Dokumentation stützt sich auf umfangreiches Archivmaterial – zahlreiche Bilder, erste Tonaufnahmen und Kolorationen –, das den unglaublichen Erfindungsgeist dieser Zeit mit ihren wissenschaftlichen und technischen Durchbrüchen ebenso widerspiegelt wie die Selbstverständlichkeit des Kolonialismus.


  • Regie :
    • Yves Riou
    • Philippe Pouchain
  • Mit :
    • Maurice Chevalier, Fernandel, Serge Gainsbourg, Juliette Gréco, Fernand Raynaud
    • Aristide Bruant
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2013
  • Herkunft :
    • ARTE F

Bonus und Ausschnitt